Kommando-Tabs erscheinen und verschwinden je nach Aufgabe. Auf der Professional Developers Conference (PDC), eine von Microsofts Entwicklermessen, stellte der Gründer und derzeitig Microsofts Chief Software Architect Bill Gates unter anderem eine neue Bedienoberfläche für die nächste Office-Suite mit Codename "Office 12" vor.
Die neue Bedienoberfläche wurde von Grund auf überarbeitet und stellt laut Microsoft den größten Fortschritt von Office seit mehr als zehn Jahren dar. Nutzer von Office 12 sollen sich dank der neuen Benutzerführung auf ihre Ziele konzentrieren können, also auf das, was sie mit der Software erreichen wollen, statt sich damit auseinander zu setzen, wie dies möglich ist. Die Bedienoberfläche sei das Ergebnis umfangreicher Usability-Forschung.
In Office 12 werden die traditionellen Menüs und Werkzeugleisten durch grafische Kommando-Tabs ersetzt. Welche davon angezeigt werden, hängt von der jeweiligen Aufgabe ab. Die Kommando-Tabs enthalten Funktionen für spezielle Aufgaben, sie erscheinen, wenn sie benötigt werden und verschwinden, wenn dies nicht mehr der Fall ist, so Microsoft.
Dabei soll weniger der einzelne Formatierungsschritt im Vordergrund stehen, stattdessen setzt Microsoft auf eine Galerie, die Vorschläge für das fertige Design bereithält. Das jeweilige Dokument lässt sich mit einem Klick in einer "Live-Preview" im jeweiligen Layout darstellen.
Neben dem Nutzer-Interface wird Office 12 aber auch unter der Haube einige Änderungen erfahren. Dazu gehören neue Möglichkeiten sowohl im Server-Bereich als auch für Entwickler. Für Bill Gates ist Office 12 das wichtigste Office-Release seit Office 95.
Die neue, noch namenlose Office-Suite, die unter dem Codenamen "Office 12" entwickelt wird, soll in der zweiten Jahreshälfte 2006 auf den Markt kommen. Im Herbst 2005 soll aber schon eine erste Beta-Version erscheinen.