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Mummert: Der Analoganschluss hat ausgedient

Mobile Internettelefonie und TV-Kabel ersetzen Analoganschluss. Kabelnetzbetreiber und Mobilfunkunternehmen machen dem Festnetz zunehmend Konkurrenz. In einer Befragung von Mummert Consulting sagen 94 Prozent der Fach- und Führungskräfte von Telekommunikationsunternehmen, dass die Wechselbereitschaft von Kunden mit analogem Anschluss zu Anbietern mit kostengünstigen Breitbandangeboten wächst.
/ Jens Ihlenfeld
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So sollen beispielsweise 6,5 Milliarden Euro in Westeuropa im Jahr 2009 mit Internet, Telefonie und TV über das TV-Kabel umgesetzt werden. Damit würde sich der Erlös aus der Datenübertragung im Kabelnetz binnen vier Jahren verfünffachen: Bereits für 2005 gehen Experten von einem Umsatz von 1,3 Milliarden Euro aus, so das Ergebnis der Studie "Telco Trend 2005" der Unternehmensgruppe Steria Mummert Consulting.

83 Prozent der Telekommunikationsunternehmen wollen in den nächsten drei Jahren verstärkt in die Bindung ihrer Bestandskunden investieren. Die wachsende Konkurrenz gehöre im kommenden Jahr zu den wichtigsten Herausforderungen in der Kommunikationsbranche. Jedes dritte Unternehmen gehe davon aus, sich diesem Problem in den kommenden Monaten stellen zu müssen.

Mehr als 45 Millionen Kunden in Deutschland, Großbritannien, Südkorea und den USA haben bereits ihre Festnetzanschlüsse abgemeldet, um ausschließlich mobil zu telefonieren. Jeder zweite Handy-Besitzer würde zudem seinen Mobilfunkanbieter wechseln, um mit seinem Handy zu Hause oder im öffentlichen WLAN-Netz zu Festnetzpreisen anzurufen, so Mummert.

Die Konkurrenz zum Festnetzanschluss komme jedoch nicht nur aus der Mobilfunkbranche, sondern auch aus den Reihen der TV-Kabelnetz-Betreiber. Sie arbeiten mit Hochdruck daran, ihre Netze rückkanalfähig auszubauen und damit telefonie- und internettauglich zu machen. Der Analoganschluss habe damit ausgedient.

65 Prozent der Befragten glauben, dass ein günstigerer Preis für die Nutzer ausreichend Anreiz bietet, das Unternehmen zu wechseln.


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