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Namensstreit: Gmail auch in Großbritannien unter Beschuss

Britisches Unternehmen erwägt Klage gegen Google wegen Gmail

Nachdem Google vor kurzem den im Beta-Test befindlichen E-Mail-Dienst Gmail für den deutschen Markt wegen Namensstreitigkeiten umbenennen musste, droht dem Suchmaschinenprimus nun in Großbritannien ein Prozess wegen der Bezeichnung Gmail. Ein britisches Unternehmen erwägt eine Klage gegen Google, damit der Name Gmail nicht mehr von dem Suchmaschinenbetreiber verwendet wird.

Das britische Unternehmen Independent International Investment Research (IIIR) hatte im Mai 2002 einen webbasierten E-Mail-Dienst unter der Bezeichnung "G-Mail web based email" für das Tochterunternehmen Pronet auf den Markt gebracht und die Marke eintragen lassen. Das im Bankenwesen aktive Unternehmen bietet unter anderem Untersuchungen zu Wechselkursen für Finanzinstitute. Im April 2004 startete Google dann seinen E-Mail-Dienst Gmail.

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IIIR hat nach eigenen Angaben mit Google 15 Monate lang seit April vergangenen Jahres verhandelt, um den Konflikt um den Namen zu bereinigen. Allerdings sei man nicht zu einer einvernehmlichen Lösung gekommen, wobei IIIR angibt, dass Google die Verhandlungen beendet hat, ohne IIIR direkt zu informieren. Das war am 22. August 2005 - einen Tag vor dem Start von Google Talk. Für Google Talk, einen Instant Messenger mit VoIP-Funktion, wird eine Gmail-Einladung benötigt, um diesen Dienst zu nutzen.

IIIR erwägt nun, vor Gericht zu ziehen und Google zu verklagen, um die eigene Marke vor Missbrauch zu schützen und zu erreichen, dass Google die Bezeichnung Gmail in Großbritannien nicht mehr verwenden darf. In Deutschland sorgte ein Namensstreit um die Bezeichnung Gmail bereits dafür, dass der Dienst in Deutschland seit Juli 2005 den Titel Google Mail trägt. Vorausgegangen waren Markenrechtsauseinandersetzungen zwischen Google und Daniel Giersch, dem Inhaber der deutschen Marke DE-300 25 697 "G-Mail ...und die Post geht richtig ab.".

Nach den Rechtsstreitigkeiten in Deutschland um die Bezeichnung Gmail zeichnet sich auch in Großbritannien eine ähnliche Entwicklung ab, so dass Google voraussichtlich auch in Großbritannien auf die Bezeichnung Gmail wird verzichten müssen. Beide Fälle zeigen, dass Google offenbar bei der Namensgebung Gmail mit wenig Umsicht vorgegangen ist. Üblicherweise recherchieren Unternehmen, bevor sie eine zu nutzende Marke verwenden, ob diese nicht bereits von anderen Firmen eingesetzt wird oder ob die zu nutzende Marke mit anderen Markenrechten kollidiert. Dies scheint Google im Falle von Gmail entweder gar nicht oder nur unzureichend getan zu haben, wie die beiden Auseinandersetzungen in Deutschland und Großbritannien zeigen.


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Tomhj 17. Sep 2005

Wir scheint, Sie haben ein gestörtes Verhältnis zum Eigentum anderer Leute. Unheimlich...

Steffen Kaufmann 17. Sep 2005

wap.sayni.net - Gmail mobile wählen und als Lesezeichen setzen (werbefreier...

JTR 13. Sep 2005

Vom Betreiber würde man schon erwarten, dass er weiss wie man richtig sucht. Ich vermute...

liox 13. Sep 2005

*lol*

SonK 13. Sep 2005

Stimmt, denn es heißt ja auch Google Talk und nicht Gtalk. SonK



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