Toughbook CF-18 und CF-29 nun auch im hellen Sonnenlicht einsetzbar. Panasonic hat seine Toughbooks CF-18 und CF-29 erneuert: Die beiden für den Außeneinsatz gedachten Centrino-Geräte sollen dank ihrer mit 500 cd/qm sehr leuchtstarken Aktivmatrix-LCDs auch bei direktem Sonnenlicht gut zu erkennen sein.
Beim CF-29 handelt es sich um das Flaggschiff von Panasonics Toughbook-Serie. Das mit 13,3-Zoll-XGA-Touchscreen-LCD (1.024 x 768 Pixel) bestückte Gerät beherbergt nun einen 1,6-GHz-Pentium-M, während es zuvor noch ein Pentium M 738 mit 1,4 GHz war. Zudem basiert das Notebook-Mainboard nun auf dem Intel-Chipsatz 915GMS ("Alviso") statt auf dem 855GME. Ob wieder 512 MByte RAM zum Einsatz kommen, war von Panasonic noch nicht in Erfahrung zu bringen. Das alte Modell konnte auf bis zu 1.536 MByte erweitert werden, nutzte aber noch DDR statt DDR2-Speicher.
Statt einer 60- kommt nun eine 80-GByte-Festplatte zum Einsatz, neu ist auch der serienmäßige SD-Card-Slot. Geblieben sind das 1,44-MByte-Diskettenlaufwerk und WLAN nach den Standards IEEE 802.11a, b und g per Intel-Pro/Wireless-2915ABG-Mini-PC-Karte. Zur Erweiterung gibt es PC-Card-Steckplätze, 2x Typ I/II oder 1x Typ III. Zu den weiteren Schnittstellen zählen Gigabit-Ethernet (Vorgänger: Fast-Ethernet), ein Modem, 4x USB 2.0, je ein serieller und paralleler Port sowie ein VGA-Ausgang. Optische Laufwerke müssen extern angebunden werden. Gesteuert wird das Gerät per Tastatur, Touchpad und Touchscreen.
Mit seinem Akku soll das Toughbook CF-29 bis zu acht Stunden durchhalten, zum Vorgänger hat sich in dieser Hinsicht trotz der besseren Ausstattung also nichts geändert. Die Abmessungen von etwa 30 x 6 x x 27 cm (ohne herausragende Elemente) und das Gewicht von 3,6 kg kommen nicht von ungefähr: Das magnesiumlegierte Gehäuse der alten und neuen CF-29-Geräte soll in Bezug auf Vibrations- und Stoßfestigkeit auch militärischen Anforderungen (MIL-STD 810F) gerecht werden - unter anderem auf Grund eines 32 mm dicken, ausgeschäumten Festplattengehäuses. Einen Aufprall aus einer Höhe von 90 cm soll auch das neue CF-29 ohne Probleme überstehen.
Durch eine wasserdichte Schicht mit flexiblem Elastomer sollen die Fugenverbindungen und Außenabdeckungen wie beim vorherigen CF-29 versiegelt sein, der Staub- und Wasserschutz soll dem Standard IP54 gerecht werden. Eine Festplattenheizung soll den Betrieb bei extrem niedrigen Temperaturen von bis zu -20 Grad Celsius ermöglichen. Damit sich das Gehäuse in warmer Umgebung nicht zu sehr aufheizt, helfen eine reflektierende silberne Lackierung und das interne thermische Leitungssystem des Geräts.
Das aufgewertete CF-29 ist ab Oktober 2005 für rund 5200,- Euro erhältlich. Als Betriebssystem ist Windows XP Professional installiert.
Ebenfalls überarbeitet wurde das 2,1 kg wiegende Convertible-Geräte CF-18 - auch hier ist die wichtigste Neuerung der mit 500 cd/qm deutlich leuchtstärkere Touchscreen. Das 10,4-Zoll-XGA-LCD lässt sich drehen und umklappen, so dass aus dem Notebook auch ein Tablet-PC werden kann. Auch beim neuen CF-18 wurde die Akkulaufzeit trotz schnellerem ULV-Pentium-M (1,2 statt 1,1 GHz), dem Wechsel zum 915GMS-Chipsatz und zu DDR2-SDRAM beibehalten: bis zu 8,5 Stunden ununterbrochene Betriebsdauer sollen möglich sein. Ein SD-Card-Steckplatz kam auch hier neu hinzu, während die Festplatte bei 60 GByte bleibt und WLAN, Bluetooth und Ethernet wie beim Vorgänger von Hause aus dabei sind. Zum Speicherausbau wurde nichts verkündet, er dürfte bei 512 MByte geblieben sein.
Das CF-18 wird wie bisher außerdem noch in der elektromagnetischen Digitizer-Ausführung inkl. Stiftbedienung erhältlich sein. Während die Touchscreen-Modelle mit Windows XP Professional ausgeliefert werden, liegt der CF-18-Digitizer-Ausführung die mit Handschriftenerkennung ausgestattete Windows XP Tablet PC-Edition bei.
Das Toughbook CF-18 soll ebenfalls ab Oktober 2005 für ca. 4.300 Euro erhältlich sein.
Nachtrag vom 12. September 2005, 14:10 Uhr: Die Preisangaben von Panasonic waren, ohne entsprechend gekennzeichnet zu sein, nicht inklusive Mehrwertsteuer angegeben. Die Preisangaben in der Meldung wurden nun angepasst und enthalten nun die Mehrwertsteuer.