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17 Millionen Euro für den Aufbau von D-Grid

Wissenschaftler sollen in Zukunft ortsunabhängig forschen können. Im Rahmen der e-Science-Initiative fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Entwicklung neuer Verfahren und Dienstleistungen für Wissenschaft und Forschung. Künftig sollen Wissenschaftler unabhängig von der vor Ort vorhandenen Ausstattung mit Rechnern, Programmen, Daten und Informationen komplexe wissenschaftliche Fragestellungen bearbeiten können. Rund 17 Millionen Euro stehen für die erste Phase der Entwicklung des so genannten D-Grid bereit.
/ Jens Ihlenfeld
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In Kassel trafen sich die Koordinatoren aus sechs Forschungsverbünden und tauschten ihre Konzepte für die Zusammenarbeit der D-Grid-Projekte auf der Grundlage einer Grid-Middleware-Intergrationsplattform aus. Sie wollen in drei Jahren die Basis für eine deutsche Grid-Infrastruktur schaffen. Beteiligt sind Wissenschaftler aus über 60 Forschungseinrichtungen.

Im Einzelnen werden konkrete Verbundprojekte gefördert, darunter das Projekt "C3-Grid", das ein transparentes Systems zur effektiven wissenschaftlichen Analyse von hochvolumigen Erdsystemmodell- und -beobachtungsdaten für die deutsche Erdsystemforschung entwickeln soll. "HEP-Grid" arbeitet an Anwendungen und Komponenten zur Datenauswertung in der Hochenergiephysik, "GAC-Grid" entwickelt einen Rahmen samt zugehörigen Standards für das kollaborative Management astronomiespezifischer Ressourcen und einer dafür geeigneten Infrastruktur.

Darüber hinaus wird das Projekt "Medi-Grid" gefördert, das eine Grid-unterstützte Verbesserung der interdisziplinären, weitgehend standortunabhängigen Zusammenarbeit in der medizinischen Forschung sowie die Realisierung exemplarischer Anwendungen zum Ziel hat. An Grid-Umgebung für ingenieurwissenschaftliche Anwendungen, Zusammenführung von Modellierungs-, Simulations- und Optimierungskompetenz arbeitet das Projekt IN-Grid.

Die für das D-Grid notwendige Infrastruktur soll von einem Integrationsprojekt entwickelt werden, das vom Forschungszentrum Karlsruhe geleitet wird.


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