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Sony Cyber-shot R1: 10,3 Megapixel mit 5fach-Zoom

Lichtstarke Optik und reichhaltiges Zubehörangebot. Mit der Cyber-shot R1 bringt Sony erstmals eine Nicht-Spiegelreflexkamera auf den Markt, die eine Auflösung von 10,3 Megapixeln mit sich bringt. Der CMOS-Sensor ist mit 21,5 x 14,4 mm vergleichsweise groß (APS-C-Format) und erzeugt Bilder im Format 3.888 x 2.592 Pixel.
/ Andreas Donath
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Die Cyber-shot R1 ist mit einem fest angebrachten 5fach-Zoom-Objektiv ausgerüstet, dessen Brennweitenbereich sich – bezogen auf 35-mm-Film – von 24 bis 120 mm erstreckt. Mit Vorsatzlinsen, Weitwinkel- und Telekonvertern lässt sich die Optik erweitern. Die Anfangslichtstärken rangieren von F2,4 im Weitwinkel bis zu F4,8 im Telebereich. Mit optionalen Objektiv-Konvertern kann die Brennweite sogar auf 20 bis 204 mm erweitert werden.

Die Kamera verfügt über zwei LCDs – einmal als Farbsucher mit einer Auflösung von 235.000 Pixeln und zum anderen über ein 2-Zoll-Display (mit 134.000 Pixeln Auflösung). Letzteres ist im oberen Teil des Gehäuses, das ein wenig an Mamiya-645-Kameras erinnert, untergebracht und kann so herausgeklappt und gedreht werden, so dass auch gezielte Schnappschüsse aus der Hüfte kein Problem darstellen sollten. Auch Überkopf-Aufnahmen sind so möglich.

Das Display erlaubt eine Darstellung der Helligkeitsverteilung (Histogramm) entweder vor oder nach der Aufnahme. Darüber hinaus gibt es einen "Zebra"-Modus, mit dem überbelichtete Bildpartien schraffiert dargestellt werden. Ein Hilfslinien-Modus, der das Bild vertikal und horizontal drittelt, ist zuschaltbar.

Farbsättigung und Kontrast können von Hand geändert werden. Drei Modi für die Farbräume (Standard RGB, leuchtende Farben, Adobe RGB) und sieben Modi für den Weißabgleich sind eingebaut. Blende und Verschlusszeit lassen sich ebenso manuell einstellen wie die Schärfe, wobei man hier den Objektivring und eine vergrößerte Ausschnittsdarstellung auf dem Bildschirm zur Kontrolle verwendet. Für den 5-Punkt-Autofokus stehen drei Messbereiche (Multi Point, Center, Flexible Spot) und vier AF-Methoden (Single AF, Monitoring AF, Continuous AF, One Push AF) zur Wahl.

Die Kamera bietet eine Lichtempfindlichkeit von ISO 160 bis zu ISO 3200 hinauf, allerdings bei hoher Empfindlichkeit mit der Gefahr starken Bildrauschens. So kann es durchaus sinnvoll sein, den leider nur elektronisch und nicht mechanisch realisierten Verwacklungsschutz zu nutzen. Die Kamera arbeitet mit einem neu entwickelten RAW-Format, das bei der "Ausbelichtung" auf dem Rechner mit der entsprechenden Zusatzsoftware dennoch recht rauscharm sein soll.

Mit eingeschaltetem Autofokus soll die Auslöseverzögerung 0,25 Sekunden betragen. Die Verschlusszeiten können zwischen 1/3.200 und 30 Sekunden ausgewählt werden, zudem ist in einem Langbelichtungsmodus eine Verschlusszeit von bis zu drei Minuten möglich. Der eingebaute Aufklappblitz soll im Weitwinkelbereich eine Reichweite von 8,5 m und im Telebereich von 5 Metern aufweisen. Nicht vergessen werden sollte auch der Blitzschuh zum Anschluss externer Blitzgeräte, der sich auf der rechten Gehäusehälfte befindet. Dort findet sich neben dem Auslöser auch ein Knopf, mit dem man die ISO-Empfindlichkeit regulieren kann.

Die R1 wird mit einem Lithium-Ionen-Akku betrieben, der nach Herstellerangaben bis zu 500 Aufnahmen erlaubt. Die Bilder können wahlweise auf einem Memory Stick (PRO) oder auf MicroDrive- bzw. CompactFlash-Karten gespeichert werden, entweder im JPEG- oder RAW-Format, wobei auch eine parallele Speicherung in beiden Formaten möglich sein soll. Die Kamera verfügt über eine USB-2.0-Schnittstelle, die PictBridge-kompatibel ist. Ferner ist ein AV-Anschluss auf den Fernseher vorhanden.

Mit Hilfe des Adapters VAD-RA (85,- Euro) können an der R1 sowohl ein Weitwinkel- als auch ein Televorsatz angebracht werden. Der Weitwinkelvorsatz VCL-DEH08R mit dem Faktor 0,8 kostet stolze 400,- Euro und verkürzt die Brennweite der R1 auf 20 mm. Der Televorsatz VCL-DEH17R kostet noch einmal so viel und verlängert die Brennweite um dem Faktor 1,7 auf bis zu 200 mm. Dazu gibt es noch einen Makrovorsatz für 130,- Euro, einen Polarisationsfilter für 100,- Euro sowie Grau- und Schutzfilter und außerdem Koffer, Gurte und Taschen.

Die Kamera misst 139 x 168 x 97 mm und bringt inklusive Akku fast 1 kg auf die Waage. Die Cyber-shot R1 soll ab November 2005 für 949,- Euro in den Handel kommen. Da Sony die Sensoren auch an andere Kamerahersteller verkauft, dürften nach und nach weitere Kameras mit dieser Auflösung auf dem Markt erscheinen.


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