Wen wählen?
Wie auch beim Wahl-O-Mat steht bei "Wen wählen" am Ende des Fragenspiels eine Übersicht der Parteien mit den größten Übereinstimmungen zur eigenen politischen Position. Während sich der Wahl-O-Mat aber mit 30 einfachen Thesen begnügt, verfolgt das Projekt von Freude einen deutlich komplexeren Ansatz.
"Wen wählen" bezieht zunächst einmal lokale Gegebenheiten mit ein, d.h. nach Eingabe der eigenen Postleitzahl kommt man zu einer Auswahl, um den eigenen Wahlkreis anzugeben. Das erste Fragenpaket versucht dann zunächst einmal zu klären, welche Interessen der eigene Direktkandidat vertreten soll, um anschließend, entsprechende Aussagen der Kandidaten vorausgesetzt, eine Einschätzung zu geben, welcher lokale Direktkandidat am ehesten die Interessen vertritt, auf die man selbst Wert legt.
Im zweiten Fragenblock geht es dann um konkrete politische Programme, wobei 54 einzelne Punkte abgefragt werden. Die Fragestellungen sind deutlich komplexer als die sehr stark reduzierten Thesen des Wahl-O-Mat, sie werden aber jeweils von Pro- und Contra-Argumenten von Politikern begleitet.
In beiden Frageblöcken sind Punkte zu vergeben, die von einem Punktekonto abgezogen werden. Am Ende steht dann, wie beim Wahl-O-Mat, eine Liste, die zeigt, mit welchen Parteien, aber auch mit welchen Direktkandidaten die meisten Übereinstimmungen bestehen.
In einem ersten Einzeltest lieferte "Wen wählen" im Übrigen ein nahezu gegensätzliches Ergebnis als der Wahl-O-Mat.