Toshiba und Sigma: HDTV-Player unter Linux

Referenzdesign für HD-Discs und Streaming-Clients

Die beiden Chip-Hersteller Toshiba und Sigma haben ein neues Referenz-Design für digitale Media-Player vorgestellt. Das System arbeitet mit einer MIPS-CPU bei nur 300 MHz und einem Videoprozessor von Sigma, der auch schon in den aktuellen Playern von Kiss zum Einsatz kommt.

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Das jetzt vorgestellte Konzept namens AVM49R ist als Entwicklungsplattform für die Anbieter von digitalen Media-Playern gedacht. Als Prozessor dient dabei der Toshiba TMPR4938XB. Er ist eine 64-bittige RISC-CPU auf Basis eines MIPS-Designs. Bereits seit 1989 entwickelt Toshiba auf Lizenzbasis aus den MIPS-Kernen Prozessoren für Embedded-Anwendungen.

Der TMPR4938XB ist in dem neuen Konzept nur mit 300 MHz getaktet - ein PC braucht für den angepeilten Einsatzzweck ohne weitere Hardware-Unterstützung einen Pentium 4 mit 3 GHz. Diese Rechenleistung ist nötig, um hochauflösendes Video in MPEG-2 oder WMV 9 zu dekodieren. Das soll auch die Plattform von Toshiba schaffen. Möglich wird das durch den Video-Prozessor EM8620L von Sigma Designs, der HD-Videos laut seiner Spezifikation auch in den Formaten DivX und H.264 dekodieren kann. Toshiba kündigt zunächst für sein Konzept aber nur Support für MPEG 1/2 und WMV 9 an.

Den EM8620L verbaut auch schon Kiss in seiner 600er-Serie an digitalen Videoplayern, die nach dauerhafter Verspätung nun doch noch 2005 erscheinen soll. Für konkurrierende Angebote will Toshiba mit dem aktuellen Design den Entwicklungszeitraum verkürzen.

Ein Entwickler-Kit samt Lizenz, dessen Details nicht bekannt sind, ist ab sofort für 10.000,- US-Dollar zu haben. Weitere Entwicklerboards, die im Mini-ITX-Formfaktor mit 17 Zentimetern Kantenlänge gebaut sind, will Toshiba für unter 2.000,- US-Dollar anbieten.

Als Betriebssystem für die Lösung kommt das Embedded-Linux von MontaVista zum Einsatz, so dass sich potenzielle Kunden keine eigene Lösung einfallen lassen müssen. Auch die Kiss-Player arbeiten mit Linux. [von Nico Ernst]

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