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Edle, lernfähige Fernbedienung mit Einknopfbedienung

Ruwido Vexo im Polycarbonat-Gehäuse mit hintergrundbeleuchtetem LC-Display. Auf der IFA 2005 zeigt der österreichische Hersteller Ruwido eine lernfähige Fernbedienung im Polycarbonat-Gehäuse mit einer Einknopfbedienung, um die Steuerung mehrerer Geräte zu vereinfachen. Die Vexo-Fernbedienung verfügt über ein hintergrundbeleuchtetes LC-Display für die Darstellung der zur Verfügung stehen Funktionen. Der Fernbedienung können neue Gerätecodes über den PC per USB-Verbindung beigebracht werden.
/ Ingo Pakalski
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Das zentrale und einzige Steuerelement der Vexo-Fernbedienung stellt ein Drehrad dar, welches zudem als 5-Wege-Navigationselement fungiert, wie man es etwa von PDAs oder Mobiltelefonen kennt. Durch den Drehmechanismus lässt sich der Cursor im darüber befindlichen Display steuern, um in der dargestellten Befehlsübersicht zu navigieren. Ein Druck in die Mitte des Knopfes führt die selektierte Aktion aus oder wechselt in das entsprechende Menü.

Unterhalb der hierarchisch sortierten Befehlsanordnung blendet das Display außerdem vier Funktionen ein, die über das 5-Wege-Navigationselement direkt erreicht werden können. Je nach zu steuerndem Gerät wechselt die Befehlsauswahl. Für die Fernsehsteuerung stehen zweckmäßigerweise die Funktionen für den Programmwechsel sowie zur Lautstärkeregelung bereit, während für einen DVD-Player die Wiedergabe-, Pause-, Stopp- und Springfunktionen verfügbar sind.

Durch die Einknopfbedienung in Kombination mit dem LC-Display will Ruwido die Steuerung der Heimunterhaltungsgeräte vereinfachen und vor allem die zur Verfügung stehenden Befehle übersichtlicher präsentieren. Zu jedem zu steuernden Gerät blendet die Fernbedienung auf dem Display daher nur die Befehle ein, die von dem betreffenden Gerät auch verstanden werden.

Zur Programmierung der Fernbedienung muss die Vexo einfach vor das zu steuernde Gerät gelegt und ein Codesuchlauf gestartet werden, um dann den passenden Steuercode zu speichern. Eine direkte Lernfunktion für einzelne Fernbedienungsfunktionen ist nicht vorgesehen. Dafür kann man der Vexo unbekannte Gerätecodes nachträglich beibringen, indem diese von einem PC per USB-Schnittstelle übertragen werden. Ruwido will dazu eine aktualisierte Codeliste im Internet bereithalten, so dass die Vexo-Fernbedienung mit allen gängigen Geräten aus der Unterhaltungsindustrie kompatibel sein sollte. Der verwendete Infrarotsender soll dabei sehr leistungsstark sein.

Für die Hintergrundbeleuchtung des LC-Displays misst eine Fotodiode die Umgebungshelligkeit und passt die Beleuchtungsstärke automatisch an. Das Gehäuse der Fernbedienung besteht aus einer Oberfläche im Glasdesign mit gehärtetem Polycarbonat, während der Bedienknopf aus Aluminium gefertigt wurde. Intern kommt in der Fernbedienung ein ARM-Prozessor zum Einsatz, der ein angepasstes Embedded Linux antreibt. Mit einer Akkuladung verspricht der Hersteller bei durchschnittlicher Nutzung eine Betriebszeit von mehreren Monaten.

Das in Österreich beheimatete Unternehmen Ruwido hat sich auf die Herstellung von Fernbedienungen spezialisiert und verkauft die Geräte auch als OEM-Ware an andere Anbieter, so dass der Hersteller vielmals selbst nicht in Erscheinung tritt. Unter anderem kommen Ruwido-Fernbedienungen bei Kabel Deutschland, Loewe, Metz, Premiere, Siemens sowie Sony zum Einsatz.

Ruwido will die Vexo-Fernbedienung im Januar 2006 auf den Markt bringen. Der Preis steht zwar noch nicht endgültig fest, aber er wird wohl bei etwa 100,- Euro liegen, wie der Hersteller gegenüber Golem.de angab. Ruwido plant, die Plattform nach dem Marktstart kontinuierlich weiterzuentwickeln, wobei die Punkte Übersichtlichkeit, leichte Bedienung, ansprechendes Design und die Aktualisierbarkeit immer im Zentrum stehen sollen.

Kommentar:
Zunächst muss man sich an den Einsatz mit nur einem Bedienknopf der Vexo gewöhnen, dann lässt sich die Fernbedienung aber nach kurzer Lernphase einfach steuern. Das Polycarbonat-Gehäuse vermittelt einen hochwertigen Eindruck, der auch durch die Glasoberfläche unterstrichen wird. Die auf Grund der Materialien nicht ganz leichte Fernbedienung liegt gut in der Hand und der Bedienknopf befindet sich an einer angenehm erreichbaren Position.


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