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Günstiger Media-Center-PC im DVD-Player-Look von Yakumo

Yakumo mediaXline je nach Modell mit Sempron oder Athlon 64. Zu Yakumos DVD-Playern und digitalen Festplattenvideorekordern gesellt sich in Kürze noch ein recht günstiges PC-System mit Windows XP Media Center Edition 2005 (MCE 2005). Der wie ein flacher DVD-Player aussehende Media-Center-PC mediaXline empfängt sowohl DVB-T als auch analoges Fernsehen, die Aufzeichnung geschieht auf Festplatte oder Double-Layer-DVD-Medien.
/ Christian Klaß
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Yakumo liefert das Gerät in zwei Versionen aus. Der günstigere mediaXline YX-SA beherbergt einen Sockel-939-Sempron 3000+, der auf 512 MByte DDR400-Arbeitsspeicher zugreifen kann. Beim mediaXline YX-SX kommen stattdessen der leistungsfähigere Athlon 64 3200+ und 1 GByte Arbeitsspeicher zum Einsatz. Beide Prozessoren verfügen über AMDs Stromsparfunktion Cool'n Quiet.

In beiden mediaXline-Versionen steckt eine 200-GByte-Festplatte mit 7.200 Touren sowie ein Slimline-DVD-Brenner, der die Medientypen DVD+R DL, DVD+R/RW, DVD-R/RW sowie CD+R/RW beschreibt. Auch das Sockel-939-Mainboard basiert bei beiden auf ATIs integriertem PCI-Express-Chipsatz Radeon XPress 200, dessen DirectX-9-kompatibler Low-End-Grafikkern X300 für die Ausgabe auf den Fernseher, Monitor oder Projektor sorgt.

Dazu finden sich ein Cinch- und ein S-Video- sowie ein VGA-Ausgang am Gerät. Wer Videomaterial von externen Quellen übernehmen will, kann dies per S-Video, Composite-Video-in oder mittels zweier Firewire-Schnittstellen erledigen. Dazu kommen je vier USB-2.0-Schnittstellen auf Vorder- wie Rückseite, eine parallele Schnittstelle und PS/2-Anschlüsse für Tastatur und Maus. Die Audioausgabe mit bis zu 5.1-Kanal-Raumklang erfolgt entweder analog per Klinkenstecker oder digital per koaxialen S/PDIF.

Im WMV9-Format passen laut Yakumo bis zu 75 Stunden Fernsehaufzeichnungen auf die Festplatte, zudem können WMV9-Dateien auf DVDs archiviert oder direkt auf diese aufgezeichnet werden. Wird der Media-Center-PC per Ethernet-Schnittstelle in das Heimnetz geklinkt und besteht wenigstens zeitweise eine Internetverbindung, so aktualisiert Windows MCE in regelmäßigen Abständen seine Informationen zum aktuellen Fernsehprogramm.

Aufzunehmende Sendungen lassen sich - wie es bei MCE und ähnlichen Anwendungen mittlerweile üblich ist - einfach mit der Fernbedienung oder Maus wählen, wobei die Software nicht nur nach Kanälen und Uhrzeiten, sondern auch nach dem Genre sortieren kann. Serienaufzeichnungen lassen sich ebenfalls einfach vornehmen.

Wer es noch etwas bequemer haben will - etwa mit automatischer Werbeentfernung -, wird aber wohl eher darüber nachdenken, statt der MCE-Oberfläche eine andere Media-Center-Software wie etwa TVCentral zu installieren. Bei Windows MCE 2005 handelt es sich im Grunde um ein aufgewertetes(öffnet im neuen Fenster) Windows XP Professional. Das Brennen der aufgezeichneten WMV9-Dateien als herkömmliche Spielfilm-DVDs unterstützt MCE bisher nach einem Update und zudem eher eingeschränkt, für mehr Komfort ist Zusatzsoftware vonnöten.

Zur Steuerung des mediaXline YX-SA/SX liefert Yakumo eine MCE-Infrarot-Fernbedienung ebenso mit wie eine Yakumo Cordless getaufte Kombination aus drahtloser optischer Maus und Funktastatur. Das Netzteil sitzt im Gehäuse, ein Stromkabel liegt bei. Unhörbar sind beide mediaXline-Varianten nicht, Yakumo spricht von einem Betriebsgeräusch von 32 dB bei voller Last. In ruhigen Zimmern dürfte die Technik damit durchaus zu hören sein. Wenn das System zwischenzeitlich nichts zu tun hat, geht es allerdings in den Stand-by-Modus und schaltet seine Lüfter ab.

Während der mediaXline YX-SA für rund 700,- Euro angeboten wird, liegt der leistungsfähigere mediaXline YX-SX bei einem Preis von rund 800,- Euro. Beide werden laut Yakumo bereits an den Handel ausgeliefert, das günstigere Modell wurde anlässlich der IFA 2005 zuerst in Berliner Karstadt-Filialen angeboten. Das Unternehmen verspricht nach dem Kauf einen 24-Monate-Vor-Ort-Service.


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