Interview: Schönheit und Magie für KDE

Golem.de: Wie werden die Benutzer von einem modularisierten X.org profitieren?

Rusin: Sie werden endlich in der Lage sein, ihre Treiber zu aktualisieren, ohne gleich den ganzen Server herunterladen zu müssen. Wir werden hoffentlich einige Releases machen, in denen nur die Treiber aktualisiert werden. Die Version 7.0 ist vor allem aus technischer Sicht interessant, denn er wird hoffentlich die X-Treiberentwicklung für neue Leute weniger schrecklich machen und es uns erlauben, einige sehr coole Sachen zu tun. Das sind die Dinge, die mich als Entwickler begeistern. Die Benutzer werden vor allem große Verbesserungen in der Geschwindigkeit bemerken, weshalb ich glaube, dass die meisten sehr schnell auf 7.0 umsteigen werden.

Golem.de: Wie wurde Qt angepasst, um von den neuen Technologien in X.org zu profitieren?

Rusin: Ich sehe Qt als treibende Kraft. Gewöhnlich diskutieren wir [bei Trolltech, Anm. d. Red.] erst, wie ein Problem auf den unteren Ebenen gelöst wird, bevor wir es in Qt implementieren. Wenn etwas unmöglich oder nur sehr schwer realisierbar ist, gehe ich hin und stelle sicher, dass es dort funktioniert, bevor wir es in Qt einbauen.
Die wichtigste Aussage daraus ist, dass Toolkits und Desktop-Umgebungen die treibende Kraft hinter der X-Server-Entwicklung sein werden. Der Server selbst ist relativ uninteressant: Sein einziger Sinn besteht darin, die notwendigen Funktionen bereitzustellen, um die Desktop-Entwicklung so einfach und die Ergebnisse so spektakulär wie möglich zu machen. Wir haben das für eine Weile vergessen und um die Probleme herumgehackt. Nun sind wir zurück und packen die Probleme endlich an den Wurzeln an, um zu tun, was wir eigentlich tun sollten - erfinden.

Golem.de: Was sind Deine Wünsche für die Zukunft von X.org, Qt, KDE und Linux auf dem Desktop?

Rusin: Ich wünschte, die Leute würden aufhören, Angst vor neuen Dingen zu haben. Ich wünschte, die Leute würden anfangen, Dinge zu tun, die wirklich unglaublich sind. Generell sollte die Regel gelten: Wenn Du Dir etwas vorstellen kannst, können wir es implementieren. Wir haben nun die Technologie, um das zu tun. Alles was wir brauchen, sind Ideen. Deswegen finde ich es so wichtig, dass wir die Künstler einbeziehen, um die Zusammenarbeit zu sichern.
Ich denke, dass der Trend zu immer mehr und mehr Vektorgrafik offensichtlich ist. Und ich denke nicht, dass ich ein großes Geheimnis ausplaudere, wenn ich sage, dass Qt bald native Unterstützung für SVG 1.2 aufweisen und diese auch benutzen wird. Das schließt auch Animationen ein!
Momentan werden viele Icons in SVG entwickelt, aber dann auf Grund von Leistungsproblemen in PNG zurückkonvertiert. Das wird sich bald ändern, denn das Ziel ist, dass SVGs zu rendern nicht langsamer sein sollte als Bilder zu rastern.

Plasma wird Sie hinwegfegen. Nichts, was Sie gesehen haben oder in den kommenden Jahren sehen werden, wird auch nur in die Nähe dessen kommen, was Sie mit Plasma erfahren werden. Und das ist ein Versprechen. [von Daniel Molkentin]

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Zyklon 27. Feb 2007

Ich auch ... ahahaaha

drfish 07. Feb 2006

Guggstu hier: http://gnomesupport.org/forums/viewtopic.php?t=8175&sid...

Jens von der Heydt 07. Sep 2005

All diese Probleme (bis auf Kicker) liegen einzig allein am Grafiktreiber. Was kann X...

Jens von der Heydt 07. Sep 2005

Sag mal, hast Du meinen Beitrag eigentlich gelesen? Ich habe doch geschrieben, dass...



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