Teilweise Abkehr vom Handy-Verbot in Kliniken
Keine Gefahr von Gerätebeeinflussung?
Kliniken stellen dem Nachrichtenmagazin Focus zufolge das verbreitete Handy-Verbot in Krankenhäusern in Frage. So gab das 1.400-Betten-Krankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) das mobile Telefonieren in fast allen Stationen frei.
MHH-Präsidiumsmitglied Andreas Tecklenburg sagte dem Focus: "Handys richten im normalen Klinikbetrieb keinen Schaden an." Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hingegen hatte kürzlich bekräftigt, in Krankenhäusern "das generelle Handy-Verbot aufrechtzuerhalten".
Kritiker befürchten beim Handy-Einsatz in Kliniken Störungen an lebenswichtigen Geräten in Operationssälen und Intensivstationen und damit die Möglichkeit, dass Patienten zu Schaden kommen können.
Der Gesundheitsexperte der Verbraucher-Zentrale NRW, Wolfgang Schuldzinski, verwies schon 2002 auf das Medizinproduktegesetz. Danach müssen Krankenhaus-Betreiber und Ärzte dafür sorgen, dass Patienten nicht durch Fehlfunktionen von Apparaten geschädigt werden. "Im Verdachtsfall", so Schuldzinski, "sind Ärzte, Schwestern und Pflegern sogar zu Kontrollen verpflichtet."
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Übrigens! Sehr viele Krankenhäuser haben ihre Dächer für Handy-Sendeantennen vermietet...