Intel will Spannungswandler abschaffen
Die neue Technologie demonstrierte Intels Direktor der Corporate Technology Group, Justin Rattner, in der vergangenen Woche auf dem IDF Fall 2005. In seiner Keynote-Ansprache stellte er zunächst fest, dass diskrete Spannungswandler heute für die sich ständig ändernde Spannungsversorgung eines Mobilprozessors buchstäblich zu langsam schalten.
Gerade mit den neuen Notebook-CPUs "Yonah" und "Merom" will Intel zusätzliche Schlaf-Modi einführen, bei denen ganze Teile der CPU inklusive Cache abgeschaltet werden. Die CPU könnte dann mit noch weniger Spannung als bisher arbeiten – da aber die stillgelegten Teile auch in wenigen Takten wieder aufwachen müssen, wird der Prozessor stets mit einer höheren Spannung betrieben, als eigentlich nötig wäre.
Der CMOS-Regler versorgte in der Demonstration auf einem lauffähigen Testsystem Prozessor und Northbridge mit Spannung und erreicht laut Justin Rattner einen Wirkungsgrad von 85 Prozent. Im Vergleich zu einem diskreten Wandler soll die Lösung 15 bis 30 Prozent Strom sparen, je nach Auslastung des Systems. Das gilt wohlgemerkt nur für CPU, Northbridge und den Wandler selbst, nicht für andere Teile des Rechners wie Southbridge und Speicher, für die noch eigene Spannungswandler nötig sind. Ingesamt errechnete Rattner bei einem ansonsten gleich bleibenden System eine höhere Laufzeit von durchschnittlich 40 Minuten.