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Online-Shopping: Internet-Gütesiegel sollen besser werden

Ein einheitliches Gütesiegel für Internet-Shops ist dennoch nicht in Sicht

Nachdem sich die Zahl der neutral überwachten Internet-Gütesiegel in den letzten Jahren verringert hat, wollen die mit der Initiative D21 e.V. zusammen arbeitenden Gütesiegelanbieter nun mehr Vertrauen wecken und die gemeinsamen Qualitätsstandards schrittweise verbessern. Zudem soll noch deutlicher gemacht werden, was die einzelnen Siegel über den gemeinsamen Qualitätsstandard hinaus bieten.

Die Anbieter Trusted Shops, S@fer Shopping, Eurohandelsinstitut "Geprüfter Online-Shop" (EHI) und internet privacy standards (ips) haben entsprechend vereinbart, die seit dem Jahr 2000 geltenden D21-Qualitätskriterien für Gütesiegelanbieter weiter zu vereinheitlichen und schrittweise anzuheben. Vor einem einheitlichen Siegel schrecken die verschiedenen Anbieter noch zurück, die Zeit sei noch nicht reif dafür, heißt es seitens D21.

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Stattdessen soll für den Kunden erst einmal deutlicher gemacht werden, was die einzelnen Siegel über den gemeinsamen Qualitätsstandard hinaus bieten. Während einige Anbieter bei ihren Siegeln großen Wert auf die Überprüfung der Datensicherheit vor Ort legen, kontrollieren andere, ob Internethändler Liefertermine oder Umtauschrechte einhalten und versprechen, diese Kundenrechte durch finanzielle Garantien abzusichern.

Obwohl immer mehr Menschen online kaufen, bleibt laut D21 ein erhebliches Misstrauen gegenüber dem elektronischen Handel bestehen. Abhilfe sollen hier die Gütesiegel bieten, indem sie beim Verbraucher Vertrauen in eine ordnungsgemäße Geschäftsabwicklung bringen. Dass jedoch Gütesiegel nicht automatisch auch Vertrauen beschert, konstatierte der E-Business-Experte Veit Olschinski von der Mummert + Partner Unternehmensberatung schon im Jahr 2001. Ein Gütesiegel habe erst dann einen Wert, wenn die Verbraucher damit "die Vertrauenswürdigkeit des TÜV oder der Stiftung Warentest verbinden", so Olschinski.

Die Bedeutung einer neutralen Überwachung der verschiedenen Gütesiegel nimmt deshalb laut D21 zu: "Es ist einfach, einen Kriterienkatalog aufzustellen und ein Logo im Internet zu präsentieren. Der Mehrwert eines Gütesiegels gegenüber den Verbraucherschutzgesetzen besteht weniger in geschriebenen Kriterien als in der Qualität der Prüfung und Unterstützung der Verbraucher in Problemfällen", so Roland Appel von D21. Allerdings klingt das etwas übertrieben, sind die Gütesiegel doch eher eine Orientierungshilfe, weniger eine Zweit-Hotline für verärgerte Kunden.

Die oben genannten, mit D21 zusammen arbeitenden Gütesiegelanbieter werden neutral überwacht. Zu dem so genannten "Monitoring Board" zählen neben D21-Experten auch Vertreter des Bundesdatenschutzbeauftragten (BfD) und des Verbraucherzentrale Bundesverbandes e.V. (vzbv). Hierdurch werde die Spreu vom Weizen getrennt und den Verbrauchern eine verlässliche Orientierungshilfe gegeben, heißt es. Letztendlich bringen Gütesiegel allerdings nur etwas, wenn sich die Händler die dabei auftretenden zusätzlichen Kosten auch leisten.


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JTR 01. Sep 2005

Wann kapieren Konsumenten endlich, dass solche Pseudogütesiegel garantiert kein Massstab...



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