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2D-Bibliothek cairo 1.0 erschienen

GTK+ 2.8 und Gecko 1.9 sollen cairo für beschleunigte Ausgabe nutzen. Das vektorbasierte Rendering-API cairo ist jetzt in der Version 1.0 erschienen. Die Bibliothek erlaubt eine einheitlich Ausgabe von beschleunigter 2D-Grafik auf verschiedenen Plattformen, von X Window und Windows bis hin zu PDF und PostScript. Die Version 1.0 markiert aus Sicht der Entwickler den Beginn einer vielversprechenden Entwicklung.
/ Jens Ihlenfeld
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Bei cairo handelt es sich um eine 2D-Grafik-Bibliothek, die verschiedene Ausgabegeräte unterstützt. In der Version 1.0 sind dies offiziell "xlib", "image" und "win32", also die Ausgabe auf dem X Window System, unter Windows und in einem Grafik-Puffer. Alle anderen Ausgabemethoden gelten noch als experimentell, was bedeutet, dass auch die APIs nicht unbedingt unveränderlich sind. Auch werden diese experimentellen Backends nicht automatisch kompiliert, können aber explizit erzeugt werden. Zu diesen experimentellen Backends zählen OpenGL, Quartz, XCB, PostScript und PDF.

Cairo soll auf allen unterstützten Wegen eine einheitliche Ausgabe liefern, aber soweit möglich Hardwarebeschleunigung nutzen, beispielsweise durch die X Render Extension. Dabei bietet cairo ein API, das sich an den Zeichenoperationen von PostScript und PDF orientiert, wobei unter anderem Linien und das Ausfüllen von Flächen, Rechtecke, Bézier-Kurven, Splines, Transformationen und Kompositionen sowie Text mit Kantenglättung unterstützt werden.

Die Software wird unter der LGPL, der GNU Lesser General Public License (LGPL) und Mozilla Public License (MPL) angeboten. Details finden sich unter cairographics.org(öffnet im neuen Fenster) , dort kann auch die aktuelle Version heruntergeladen(öffnet im neuen Fenster) werden.

Die Entwickler betonen, dass die Version 1.0 von cairo den Anfang einer Entwicklung markiert, nicht deren Ende. Auch wenn in cairo 1.0 Monate und Jahre an Arbeit vieler Entwickler stecken, sei wichtig, was noch kommt. Alle künftigen Versionen der Reihe 1.x.y sollen quelltext- und binärkompatibel zu cairo 1.0.0 sein.

Unter anderem GTK+ 2.8 wird cairo nutzen und auch die nächste Generation der HTML-Rendering-Engine des Mozilla-Projekts Gecko soll von cairo Gebrauch machen.


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