Mobilcom-Aktionäre stimmen Fusion mit Freenet.de zu
"Wir haben in den zurückliegenden drei Jahren einen Kraftakt geleistet und den krisengeschüttelten, insolvenzbedrohten Mobilfunkanbieter als einen führenden und ertragsstarken Anbieter im Telekommunikationsmarkt positioniert" , zieht der scheidende Mobilcom-Chef Dr. Thorsten Grenz Bilanz. Mit der vorgesehenen Verschmelzung würden Ressourcen und Potenziale nun "unter einem Dach" zusammengeführt, das Unternehmen wachse in eine neue Dimension.
Die Marktposition verbessere sich, weil mobilcom-freenet zum einzigen nationalen Komplettanbieter neben der Deutschen Telekom werde. Darüber hinaus eröffne die Konzentration von Cashflow und freien Ressourcen zusätzlichen Handlungsspielraum. Aber auch höhere Gewinne durch Kostensynergien erwartet Grenz.
Darüber hinaus haben die Aktionäre die Bestellung des besonderen Vertreters, für die sich die ordentliche Hauptversammlung im April 2005 ausgesprochen hatte, widerrufen. Zuvor hatte der besondere Vertreter einen Zwischenbericht über die Prüfung möglicher Ansprüche gegen France Télécom vorgelegt.
Noch müssen aber die Aktionäre der freenet.de AG über die Verschmelzung abstimmen. Dies steht für heute und morgen, also den 25./26. August 2005, auf dem Programm. Allerdings ist Mobilcom der größte Aktionär von Freenet.de. Für je eine Freenet.de-Aktie sollen 1,15 Aktien der neuen Gesellschaft, für je eine Mobilcom-Aktie soll eine Aktie der neuen Gesellschaft gewährt werden. Ihren Sitz soll die neue Gesellschaft in Büdelsdorf (Schleswig-Holstein) haben, Freenet.de war bislang in Hamburg angesiedelt.