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IDF: Server-Umzug per Mausklick

Virtualisierungstechnik "Vanderpool" in Aktion. Vor einem Jahr angekündigt, jetzt kurz vor der Markteinführung: Intels bisher als "Vanderpool" bekannte Virtualisierungstechnologie wusste auf dem IDF in eindrucksvollen Demonstrationen zu überzeugen. Intel-Vize Pat Gelsinger beförderte per Mausklick einen virtuellen Server auf eine andere physische Maschine.
/ Christian Klaß
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In seiner Keynote zeigte der Vater des IDF, Pat Gelsinger, in seiner neuen Rolle als Chef der "Digital Enterprise Group" bei Intel erstmals Vanderpool in Verbindung mit neuen Versionen bekannter Software, welche die Virtualisierung von Servern ermöglicht. Wie bereits berichtet , lässt sich ein Rechner mit Vanderpool in mehrere Partitionen aufteilen, auf denen dann mehrere Betriebssysteme völlig unabhängig voneinander laufen können.

So fror Gelsinger mit einer neuen Version von Microsofts Virtual Server 2005 eine laufende Instanz von Windows NT 4.0 zunächst ein. Währenddessen liefen auf derselben Maschine in zwei weiteren Partitionen SQL Server und ein Webserver unbehindert weiter. Per Mausklick beförderte der Intel-Manager dann den NT-Server auf einen daneben stehenden Rechner. Dort wieder aufgetaut, nahm der NT-Server Verbindung zu den SQL- und Webanwendungen auf und das Gesamtsystem setzte seine Arbeit fort.

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Derartige Blitzumzüge sind freilich besonders nützlich, wenn etwa ein bestimmter Prozess überraschend mehr Rechenleistung braucht oder der Plattenplatz knapp wird. Auch das Testen einer neuen Maschine lässt sich so unter Live-Bedingungen schnell erledigen.

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Mit einer neuen Version von VMware demonstrierte Gelsinger im Anschluss die Robustheit des Vanderpool-Konzepts. Wieder liefen auf dem Rechner drei Partitionen, eine mit Windows NT 4.0, eine mit Windows Advanced Server 2003 und eine mit Oracle. Der NT-Partition bescherte Gelsinger mittels eines kleinen Programms einen Totalabsturz mit Bluescreen. Die Anwendungen in den beiden anderen Partitionen liefen problemlos weiter.

Intel will Vanderpool noch in der zweiten Hälfte des Jahres 2005 zunächst mit neuen Versionen der 600er-Serie des Pentium 4 auf den Markt bringen. Im ersten Halbjahr 2006 wird Vanderpool dann zum Standard-Feature bei Intel-CPUs. Neue Versionen des Pentium D, Pentium M (Yonah) und natürlich die Xeons werden es in diesem Zeitraum erhalten. Statt Vanderpool heißt das Feature dann aber "Intel Virtualisierungstechnik", diesen Namen hat sich Intel bereits schützen lassen. [von Nico Ernst]


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