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IDF: Intel will Strom sparen

Auf dem Weg zum lüfterlosen Desktop. Den Auftakt der Intel-Entwicklerkonferenz "IDF Fall 2005" widmete Intel-Chef Paul Otellini ganz dem Thema Energieeffizienz. Der Stromverbrauch wird zu einem zentralen Aspekt in der Chip-Entwicklung, nicht nur bei Notebook-Prozessoren. Dies gilt zunächst für die kommende Centrino-Generation "Napa" samt dem Pentium-M-Nachfolger "Yonah", der ab Anfang 2006 auch für lüfterlose Desktop-PCs sorgen soll. Seine Fortsetzung findet dies dann in Intels neuer Prozessor-Architektur, die in Form der Chips "Conroe", "Woodcrest" und "Merom" im vierten Quartal 2006 eine neue Prozessor-Generation einleiten soll.
/ Jens Ihlenfeld
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Intel-Vize Pat Gelsinger hatte bereits im Mai 2005 im Interview mit Golem.de grob die Richtung der neuen Chip-Architektur skizziert: Sie soll näher am Pentium III als am Pentium 4 sein und statt der extrem langen Pipelines der Netburst-Architektur und möglichst hohen Taktfrequenzen zurück zu mehr Leistung pro Takt-Zyklus gehen.

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Dies unterstrich jetzt Paul Otellini in seiner Eröffnungs-Keynote auf dem IDF Fall 2005. Die neue Mikro-Architektur soll konsequent auf Stromsparen ausgelegt sein und neue Produktkategorien ermöglichen. Dabei kombiniert Intel die Netburst-Architektur des Pentium 4 mit der enger am Pentium III liegenden Architektur des Pentium M. Die ersten Prozessoren mit der neuen Logik hören auf die Codenamen Conroe (Desktop), Woodcrest (Server) und Merom (Notebooks) und sollen im vierten Quartal 2006 in 65-Nanometer-Strukturen auf den Markt kommen. Ein Conroe-Testsystem zeigte Intel im Rahmen der Keynote bereits.

Intels Ziel formuliert Otellini klar: den Energieverbrauch auf ein Zehntel reduzieren bzw. bei gleichem Stromverbrauch die zehnfache Leistung bieten. Otellini stellte in diesem Zusammanhang auch den "Handtop PC" vor, einen stromsparenden Mini-PC mit den Fähigkeiten eines ausgewachsenen PCs, der aber weniger als 1 Watt verbrauchen soll und weniger als 450 Gramm wiegt.

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Dabei setzt Intel wie mehrfach angekündigt massiv auf Multi-Core-CPUs, da sich damit der Stromverbrauch der Systeme insgesamt senken lasse. Verglichen mit Dual-Prozessor-Systemen sollen sich die Hardwarekosten für die neuen Dual-Core-Systeme im Server-Bereich in rund vier Jahren wieder einspielen lassen, ließ Intel einen Google-Sprecher erklären.

Bis Ende 2006 will der Chip-Hersteller 60 Millionen Dual-Core-Prozessoren ausliefern. Zudem sind derzeit insgesamt zehn Quad-Core-Projekte bei Intel in Arbeit, so Otellini in seiner IDF-Keynote. Wenig Konkretes verriet Otellini in Bezug auf die weiteren Pläne: Wie schon angekündigt soll nach "Multi-Core" der Übergang zu "Many-Core" erfolgen, worunter Intel Prozessoren einer zweistelligen Zahl an Kernen versteht.

Zunächst einmal steht aber für Anfang 2006 die nächste Centrino-Generation mit Codenamen "Napa" an, deren Herzstück der 65-Nanometer-Prozessor mit Codenamen "Yonah" darstellt. Zielte Intel mit Centrino bislang nur auf Notebooks ab, soll Yonah auch gezielt in lüfterlosen Desktops zum Einsatz kommen. Doch Yonah könnte eine recht kurze Lebenszeit beschieden sein, immerhin soll mit "Merom" schon Ende 2006 ein Nachfolger auf den Markt kommen, dann auf Basis von Intels neuer Prozessor-Architektur. [von Jens Ihlenfeld und Nico Ernst]


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