HD-DVD und Blu-ray: Keine Einigung im Format-Streit
Die beiden Lager haben ihre Formate unabhängig voneinander entwickelt, die Blu-ray-Verfechter werden von Sony angeführt, während Toshiba und Partner für die HD-DVD verantwortlich zeichnen. Beide sammeln schon seit einiger Zeit Unterstützung aus Hollywood, der Unterhaltungs- sowie der PC-Industrie und beide haben inzwischen recht viele Mitglieder gewonnen. Während die HD-DVD günstiger zu fertigen sein soll, nimmt die Blu-ray für sich eine technische Überlegenheit in Anspruch, da das Format eine höhere Kapazität liefert und seit kurzem auch einen ausgebauten Kopierschutz aufweist.
Während erste Blu-ray-Geräte in Japan bereits verfügbar sind, ist eine weltweite Einführung von Blu-ray- und HD-DVD-Playern sowie entsprechenden PC-Laufwerken für Ende 2005/Anfang 2006 angekündigt worden. Die Zeit für eine Einigung läuft den beiden Industriekonsortien, der Blu-ray Association und dem (HD-)DVD Forum, also davon, eine Einigung erwartet die Yomiuri Shimbun(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf ihre Quellen nicht mehr.
Die im Februar 2005 begonnenen Verhandlungen um ein einziges DVD-Nachfolgeformat sollen daran gescheitert sein, dass beide Seiten die Überlegenheit des jeweils eigenen Formates proklamierten. Seit Mai 2005 seien die gescheiterten Gespräche nicht mehr aufgenommen worden. Toshibas Senior General Manager Yoshihide Fujii hat dem Zeitungsbericht zufolge angegeben, dass das für die Formatverhandlung gesetzte Zeitlimit Ende August 2005 auslaufe.
Wie die Zeitung von anderer Seite erfahren haben will, hätten die führenden Verantwortlichen der beiden Lager mittlerweile entschieden, dass die Zeit nicht mehr für eine Einigung ausreiche. Verbraucher müssen sich also auf zwei parallel existierende Formate vorbereiten und hoffen, auf das richtige Pferd zu setzen. Bleibt abzuwarten, ob und wann Dual-Format-Geräte zu vernünftigen Preisen zu haben sein werden, dann kann es dem Kunden egal sein, welches Format das andere verdrängt.