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Dark Messiah - Fantasy-Action-Spiel beeindruckte in Leipzig

Action-Titel im Might&Magic-Universum setzt auf Valves Source-Engine. Auf der Games Convention 2005 zeigte Ubisoft das kurz zuvor angekündigte Fantasy-Action-Spiel "Dark Messiah of Might and Magic", das auf einer erweiterten Version der aus Half-Life 2 bekannten Source-Engine von Valve aufsetzt. Zwar ist Dark Messiah eine Art Fantasy-Shooter-Rollenspiel, bietet jedoch auch beeindruckende Nahkämpfe mit klirrenden und funkenschlagenden Schwertern – und erlaubt es, die unangenehmen Gegner auch unter Ausnutzung der Physik-Engine Havok mit allerlei fiesen Mitteln ins Jenseits zu befördern.
/ Christian Klaß
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Am ersten Messetag, dem 17. August 2005, der dem Fachpublikum vorbehalten war, präsentierte das von Ubisoft mit der Dark-Messiah-Entwicklung beauftragte Arkane Studios ein eindrucksvolles Video des Spiels, das später auch Volljährige am Ubisoft-Stand bewundern konnten. Auch Valve-Chef Gabe Newell kam in einem separaten Video zu Wort, freute sich über den ersten offiziellen Lizenznehmer, die gute Zusammenarbeit und die Ideen der Dark-Messiah-Entwickler. Arkane Studios sind keine Neulinge im Bereich Fantasy, von ihnen stammt bereits das 3D-Action-Rollenspiel Arx Fatalis.

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Ubisofts zuständiger Producer für Dark Messiah, Romain de Waubert de Genlis, zeigte den versammelten Journalisten eine erste bereits lauffähige Version des Spiels, dessen Kampf- und Magiesystem und dank der Physik-Engine mögliche Tricks. Im Einzelspieler-Modus gilt es, den jungen Helden Sareth zu steuern, der verschiedene Magie- und Kampfkünste beherrscht und die Prophezeiung des dunklen Messias bekämpfen muss, um zu verhindern, dass dieser die Welt ins Chaos stürzt. Dabei scheint das Schicksal Sareths mit dem des Dark Messiah eng verwoben zu sein.

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In zwölf Leveln bekämpft der Spieler aus der Ich-Perspektive das Böse mit Hilfe von über 40 verschiedenen Waffen sowie dutzenden Zaubersprüchen. Die Gegner können nicht nur im offenen Kampf mit Schwertern, Bögen, Stöcken, Dolchen und Zaubern angegriffen werden. Wer lieber vorsichtig zu Werke geht, kann sich auch wie ein Meuchelmörder von hinten anschleichen und dem Gegner seine Dolche in den Nacken rammen, was etwas an das Speedkill-System des ebenfalls auf der Messe gezeigten dritten Prince of Persia erinnert. Alternativ kann auch die Umgebung genutzt werden, um sich der Gegner zu entledigen, etwa indem etwas über diesem zum Einsturz gebracht wird oder ein auf den Boden gerichteter Vereisungszauber die Rutschbahn in den Abgrund bereitstellt.

Im Nah- und Fernkampf angegriffen wird mit der linken Maustaste, pariert wird mit der rechten. Der Schwertkampf sieht dabei sehr eindrucksvoll aus, wenn die Klingen aufeinander schlagen, der Gegner entwaffnet, sein Schild zerschlagen oder der Gegner selbst durchbohrt wird – und dabei mitunter auf der Klinge aufgespießt bleibt, bis er per Fußtritt weggeschoben wird. Die Art des eigenen Angriffs auf den Gegner ist dabei von der Köperhaltung und der Bewegung abhängig, wer auf den Gegner zurennt, führt etwa einen wuchtigeren Schlag aus.

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Die mit jeder Stufe hinzukommenden oder deutlich besser werdenden Zauber lassen sich aus einer kreisrund um den Bildschirmmittelpunkt per Icons dargestellter Spruchliste auswählen. Zu den Sprüchen zählen etwa Feuer- und Eiszauber, magische Geschosse, Nachtsicht, die Möglichkeit, Gegner für kurze Zeit für sich einzuspannen, Telekinese im Stile der Gravity-Gun von Half-Life 2 und ein Verkleinerungszauber. Letzteren demonstrierte der Producer anhand eines Orks, der in geschrumpfter Form kurzerhand per Fußtritt erledigt werden konnte.

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Jeder Kampferfolg soll sich auf die Welt auswirken, während der Held Stück für Stück Erfahrung gewinnt, mit jeder Stufe mächtiger wird und der Spieler per Fertigkeitsbaum festlegen kann, in welchen Bereichen dies geschieht. Kleine Fertigkeits-Upgrades soll es nicht geben, die Verbesserung des Helden soll jeweils sofort zu spüren sein. Damit man nicht alleine in der Welt voller Orks, Goblins, Untoter, Drachen und anderer Gegner ist, gibt es auch Unterstützung durch zumindest eine computergesteuerte Person.

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Ganz und gar nicht alleine ist man im Mehrspieler-Modus, der bis zu 32 Spieler erlaubt und verschiedene Charakterklassen (Krieger, Meuchelmörder, Magier) zur Auswahl stellt. Die Netzwerkspiele reichen vom simplen "Deathmatch" bis hin zum "Evolution"-Modus, in dem Erfahrungspunkte und neue Ausrüstung in der dynamischen Online-Kampagne gesammelt werden können.

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Bis es so weit ist, gilt es laut Ubisoft allerdings noch bis zum Ende des zweiten Quartals 2006 zu warten – der Producer Romain de Waubert de Genlis drückt es etwas vorsichtiger aus und spricht vom frühen Sommer 2006, es kann also auch das dritte Quartal 2006 werden. Dann soll das Spiel exklusiv für den PC erscheinen und wird etwas höhere Hardware-Anforderungen als Half-Life 2 haben.

Ein System der Pentium-4-Klasse ab 2 GHz mit DirectX-9-Shader-2.0-Grafikkarte ist das Minimum, für die vorgesehenen High-Dynamic-Range-Lichteffekte ist ein High-End-System mit deutlich mehr Leistung nötig. Ob auch Steam genutzt wird, ist derzeit nicht klar, zumindest von einer Zwangskopplung wie bei Half-Life 2 scheint Ubisoft eher Abstand halten zu wollen.


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