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Gerüchte bestätigt: Canon bringt EOS 5D

13,8 Megapixel und großes Farbdisplay, aber enttäuschende Geschwindigkeit. Die Gerüchte , nach denen Canon eine Vollformat-Spiegelreflexkamera mit einem 13-Megapixel-Sensor vorstellen will, haben sich bewahrheitet. Die Canon EOS 5D wird zwischen der Canon 20D und der EOS-1D positioniert und soll Profis wie ambitionierte Hobbyisten gleichsam ansprechen.
/ Ingo Pakalski
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Der CMOS-Sensor der Kamera misst 35,8 x 23,9 mm, was Bildauflösungen von 4.368 x 2.912 Pixeln ermöglicht. Die Kamera verfügt über einen Pentaprisma-Sucher und ein 2,5-Zoll-Farbdisplay mit einer Auflösung von rund 230.000 Pixeln.

Da in dieser Digitalspiegelreflexkamera ein Vollformat-Sensor verwendet wird, können die Canon-EF-S-Objektive, die speziell für den Halbformat-Sensor entwickelt wurden und einen kleineren Bildkreis bedecken, nicht verwendet werden. Ob man sich wirklich als Eigentümer älterer Canon-Objektive freuen darf, dass man seine Objektive ohne Crop an der 5D verwenden kann, wird sich noch herausstellen. Manch andere Vollformat-DSLR jedenfalls weist gerade zu den Bildrändern hin bei eigentlich hochwertigen Objektive unangenehme Bildfehler auf.

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Ein interessantes Detail sind die wechselbaren Sucher-Mattscheiben, so dass man je nach Gusto für die Schärfenkontrolle die von Canon angebotenen Scheiben nutzen kann. Der Autofokus arbeitet mit 9 Messpunkten, die entweder automatisch gewählt oder einzeln aktiviert werden können. Funktionen wie Schärfenachführung bei bewegten Motiven sind optional aktivierbar. Beim Schärfenachführungsmodus werden zusätzliche 6 Felder aktiviert, die aber nicht durch eine Einblendung im Sucher markiert werden.

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Die Kamera erledigt die Belichtungsmessung über eine Matrix- bzw. Mehrfeldmessung über 35 Messfelder, erlaubt die Selektivmessung auf 8 Prozent der Bildmitte des Sucherfeldes und bietet nun auch eine Spotmessung auf 3,5 Prozent der Bildmitte. Eine mittenbetonte Integralmessung ist ebenfalls möglich. Zudem kann man die Belichtungsmessung mit einem Autofokus-Messpunkt verbinden. Die Verschlussgeschwindigkeit rangiert von 30 Sekunden bis 1/8.000 Sekunde, die Blitzsynchronisationszeit liegt bei bis zu 1/200 Sekunde.

Die Lichtempfindlichkeit ist von ISO 100 bis 1.600 und zusätzlich noch bis ISO 50 herunter- und bis ISO 3.200 heraufregelbar. Die Belichtungssteuerung erfolgt wahlweise per Programmautomatik, mit Zeit- bzw. Blendenvorwahl oder manuell.

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Neben einem manuellen Weißabgleich gibt es auch Voreinstellungen für unterschiedliche Beleuchtungssituationen und einen Automatik-Modus. Der Fotograf kann zudem die Weißpunktbestimmung per Zahlenwert eingeben und Weißabgleich-Belichtungsreihen vornehmen.

Die Serienbildgeschwindigkeit bei voller Auflösung ist relativ gering: Die Canon EOS 5D erreicht hierbei nur 3 Bilder pro Sekunde und 60 Bilder als JPEG-Datei sowie 17 Stück im RAW-Format in Folge, bevor eine je nach Speicherkarte unterschiedlich lange Zeit benötigt wird, den Pufferinhalt auf die Karte zu übertragen.

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Die Kamera agiert im sRGB- oder im AdobeRGB-Farbraum, speichert im RAW- und JPEG-Format auf CompactFlash-Karten und ist Microdrive-kompatibel. Das Gehäuse misst 152 x 113 x 75 mm und wiegt leer und natürlich ohne Objektiv 810 Gramm. Ein Pictbridge-kompatibler USB-2.0- und ein Fernsehanschluss sind vorhanden.

Die Stromversorgung erfolgt über einen Canon-eigenen Lithium-Ionen-Akku, wobei ein Batteriegriff im Zubehörprogramm gelistet wird. Ein eigenes Blitzlicht im Prismen-Dom hat die Kamera übrigens nicht, dafür steht ein Blitzschuh für den Anschluss externer Blitzgeräte zur Verfügung. Einen optionalen WLAN-Transmitter bietet Canon ebenfalls als Zubehör.

Der Preis für die Canon EOS 5D liegt bei 3.459,- Euro. Die Kamera soll bereits ab Ende September 2005 und nicht wie im damals aufgetauchten spanischen Datenblatt erst Mitte Oktober 2005 erscheinen.


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