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DisplayPort soll VGA- und DVI-Anschluss ablösen

VESA gibt neuem Display-Anschluss den letzten Schliff. Die Video Electronics Standards Association (VESA) will mit dem DisplayPort einen neuen Anschluss-Standard für Monitore, Displays und Projektoren im PC- und Unterhaltungselektronik-Umfeld schaffen. Der neue Standard soll so VGA- und DVI-Ports ersetzen. Entwickelt wurde er von einigen Industrie-Unternehmen, den letzten Schliff soll die VESA nun dem neuen Standard verpassen.
/ Jens Ihlenfeld
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Mit DisplayPort soll neben den reinen Bildinformationen auch Ton in hoher Qualität über ein einzelnes Kabel übertragen werden. Zudem verspricht die VESA echtes "Plug-and-Play" bei geringen Kosten, die auf dem Niveau aktueller Anschlussverfahren liegen sollen.

Dabei ist der DisplayPort als offener Industriestandard angelegt und soll vor allem die Adaption von geschützten High-Definition-Inhalten fördern, denn der DisplayPort wird optional Funktionen zum Schutz von Inhalten mitbringen.

Die Schnittstelle wird sowohl für interne Verbindungen, beispielsweise im PC oder Monitor, sowie für externe Verbindungen, z.B. vom PC zum Display bzw. vom DVD-Player zum Fernseher, geeignet sein.

Die VESA will mit dem neuen DisplayPort einen Standard schaffen, der ausreichend skalierbar für die nächsten Display-Generationen ist. Entsprechend soll der Standard ausreichend Reserven für hohe Farbtiefen, Bildwiederholfrequenzen und Auflösungen bieten. Der Anschluss selbst soll "benutzerfreundlich" und dabei auf die Nutzung in flachen Notebooks optimiert sein. Das verspricht zugleich die Möglichkeit, mehrere Ports auf einer Grafikkarte unterzubringen.

Technisch setzt der DisplayPort auf eine Hauptverbindung (Main Link) mit hoher Bandbreite und geringer Latenz, die einen Datenfluss nur in einer Richtung erlaubt. Die Version 1.0 soll dabei einen Video-Stream samt Audio unterstützen, der DisplayPort-Standard wird aber leicht auf mehrere Video-Streams erweiterbar sein. Die Bandbreite wird mit maximal 10,8 GBit/s bei Nutzung von vier Leitungen angegeben.

DisplayPort 1.0 soll zudem einen Zusatzkanal unterstützen, der bei geringen Latenzen und konstanter Bandbreite eine bidirektionale Verbindung erlaubt, um unter anderem eine Gerätekontrolle nach den VESA-Standards E-DDC, E-EDID, DDC/CI und MCCS zu ermöglichen. Auch wird darüber dann ein echtes "Plug-and-Play" möglich.

Damit ist ein einheitlicher Standard zum Anschluss von Displays geplant, der die aktuell genutzten VGA- und DVI-Ports ablöst.


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