Nach Moment of Silence wird diesmal Gewalt thematisiert. Noch hält sich das deutsche Entwicklerstudio House of Tales sehr bedeckt, wenn es um sein neues Thriller-Adventure mit dem Projektnamen "Overclocked" geht. Auf der Games Convention konnte Golem.de dem Entwicklerstudio aber doch wenigstens ein paar Infos entlocken; so ist nun klarer, mit welchem kontroversen Thema sich das zwischen Maniac Mansion und Memento angesiedelte Adventure auseinander setzen wird.
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Auf der Games Convention erklärte Martin Ganteföhr, der künstlerische Leiter des Teams, dass sich das Spiel dem Thema Gewalt auf ernste Art widmen werde. Es gehe weniger darum, wie in vielen anderen Spielen Gewalt auszuüben, sondern vielmehr darum zu hinterfragen, was Gewalt sei, welche Gründe und welche Rechtfertigungen es für sie gibt.
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Neben einer zentralen Hauptfigur – einem Psychiater – gibt es fünf weitere Hauptcharaktere, um die sich die Geschichte drehen wird. Auf der Messe waren Bilder von drei der Charakteren bereits zu sehen, ihre Rollen bleiben aber noch im Dunkeln. "Anders als Moment of Silence, in dem um die ganze Welt gereist werden musste, geht es bei Overclocked um eine Reise in die Charaktere", so Ganteföhr.
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Die Spielwelt soll dementsprechend in Overclocked kleiner ausfallen, dafür aber deutlich komplexer werden. Ohnehin habe man im Vorgänger zu viele unbelebte Areale gehabt, man musste notgedrungen einige Dinge weglassen, die eigentlich noch geplant waren. "Dafür hätten wir noch drei Monate mehr Entwicklungszeit gebraucht", so Ganteföhr, was allerdings aus finanziellen und vertraglichen Gründen nicht möglich gewesen sei. Eine aufgewertete Version des dennoch gelungenen Moment of Silence – das sich thematisch um Überwachung dreht – sei aber durchaus möglich, so der House-of-Tales-Kreativdirektor.
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Ganteföhr betonte, dass Overclocked keine Komödie werde, vielmehr ein waschechter Thriller mit ganz besonderem, bisher in keinem Adventure zu findendem Erzählstil. Diesen soll auch eine ganz andere Steuerung begleiten, die deutlich besser sein soll als die von Moment of Silence. Mit Overclocked werde man zudem etwas mehr in Richtung 3D gehen, während Moment of Silence eher mit "2,5D-Grafik" aufwartete. Ganteföhr spricht dabei von einer 3D-Annäherung mit "dynamischer Bildregie". Die Präsentation soll weg vom bebilderten "Radio-Hörspiel" hin zu Körpersprache, spezieller Kameraführung und dementsprechend stärker in die Bildregie eingebundenen Dialogen gehen.
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Eine stimmungsvolle Atmosphäre soll mittels Licht- und Schattenberechnung erreicht werden. Für mehr Interaktion mit der Spielwelt und neue Art der Rätsel wird auch eine Physik-Engine eingesetzt, die allerdings nur schmückendes Beiwerk und kein zentraler Aspekt des Spiels wird. Ziel sei es vielmehr, den eigenen Overclocked-Erzählstil technisch zu unterstützen, betont Ganteföhr. Damit es dem Spieler nicht zu mulmig wird bei der ernsten Thematik des Spiels, soll es zwischendurch auch erholsame Passagen geben. Das geschieht allerdings nicht ohne Kalkül: "Der Ernst des Spiels wirkt dann besser", erklärt Ganteföhr.
Einen Publisher hat House of Tales für Overclocked bereits gefunden, wer es ist, wurde bisher aber ebenso wie ein mögliches Erscheinungsdatum nicht bekannt gegeben.