Apple mag weder Gerüchte noch Beweise
Vor einigen Tagen berichtete die französische Webseite MacBidouille darüber, dass es gelungen ist, MacOS X für Intel auf normalen Intel-PCs zum Laufen zu bekommen. Dazu wurde die entsprechende Vorabversion von MacOS X für Intel entsprechend bearbeitet, um das Betriebssystem auf Nicht-Apple-Hardware zum Laufen zu bekommen. Untermauert wurde der Bericht durch Videoclips, die als Beweis für den Bericht dienten.
Wie die französische Apple-Webseite MacBidouille mitteilte(öffnet im neuen Fenster), haben die Betreiber der Webseite von Apples Anwälten eine E-Mail erhalten, in denen sie aufgefordert wurden, die Videos von ihren Seiten zu nehmen. Wenn sich die Betreiber nicht daran halten würden, drohte Apple mit der Abschaltung der Seite. Widerwillig gingen die Betreiber darauf ein, ohne ihren Missmut darüber zu verschweigen. Besonders verärgert zeigten sich die Betreiber darüber, dass sich Apple ausgerechnet an den Beweisen für ihren Bericht stört.
Auch wenn Apple dafür bekannt ist, dass das Unternehmen in letzter Zeit verstärkt gegen Gerüchte im Internet vorgeht, überrascht das aktuelle Vorgehen etwas und zeigt nach Ansicht von MacBidouille die Nervosität von Apple. Denn das Magazin hatte nach eigenen Aussagen keine Anleitung geliefert, wie sich die MacOS-X-Version für Intel-Prozessoren auch auf Nicht-Apple-Hardware einsetzen lässt, sondern lediglich darüber berichtet, dass dies möglich ist.
Nachdem Apple vor einigen Monaten bekannt gab, künftig auf Intel-Prozessoren zu setzen, frohlockten viele Anwender, dass MacOS X dann auch auf normalen Intel-PCs laufen müsste. Diesem Vorhaben will Apple aber durch entsprechende Schutzmaßnahmen einen Riegel vorschieben, um sicherzustellen, dass MacOS X auch weiterhin ausschließlich auf Hardware läuft, auf der das Apple-Logo prangt.
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