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IDF: Intel wird Pentium-4-Nachfolger vorstellen

Enthüllung der neuen CPU-Architektur erfolgt Ende August 2005. In der übernächsten Woche startet das "IDF Fall 2005". Intels Entwicklerkonferenz wird regelmäßig auch für große Ankündigungen des Prozessor-Primus genutzt. Diesmal stehen unter anderem der Nachfolger der Netburst-Architektur des Pentium 4 und die neue Centrino-Version "Napa" auf dem Programm.
/ Jens Ihlenfeld
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Das "Intel Developer Forum" (IDF) hat sich in den neun Jahren seiner Existenz von einer exklusiven Entwicklerkonferenz zum PR-Rundumschlag mit Fachvorträgen und angeflanschter Hausmesse entwickelt. Fanden die ersten IDFs noch im Urlaubsort Palm Springs statt und später in der heimlichen Haupstadt des Silicon Valley, San Jose, so ist die Veranstaltung seit 2003 in das riesige "Moscone Convention Center" in San Francisco umgezogen. Bei der letzten Veranstaltung im Frühjahr 2005 konnte Intel über 12.000 Teilnehmer aus Industrie und Presse dort begrüßen.

Ab dem 23. August 2005 findet die neue Ausgabe des Fall-IDF statt. Die Frühjahrs- und Herbstveranstaltungen in San Francisco sind Intels zentrale PR-Veranstaltungen, zusätzlich finden rund um die Welt von Sao Paulo bis Seoul noch lokale IDFs statt. Schon für den ersten Tag des Fall IDF 2005 hat Intel jetzt erste Informationen zu seiner neuen Prozessor-Architektur versprochen, die 2006 die Generation der Netburst-CPUs ablösen soll.

Bereits in der Eröffnungsansprache des nächsten IDF will Intels neuer CEO Paul Otellini die neuen Kerne vorstellen, wie das Unternehmen jetzt vorab mitteilte. Otellini hatte bereits im Mai 2005 verraten, dass Intel an einem Nachfolger von Netburst arbeitet. Sein Vize Pat Gelsinger ging dann im Interview mit Golem.de so weit, die neue Architektur eher mit dem Pentium III als dem Pentium 4 zu vergleichen.

Wie Gelsinger damals auch erklärte, will Intel weg von den extrem langen Pipelines, welche die Netburst-Architektur mit sich brachte. Diese eignen sich zwar für hohe Taktraten, doch gerade da kam Intel ins Stocken und hatte den Pentium 4 bereits im Oktober 2004 von seinen Roadmaps gestrichen.

Mit der neuen Architektur, über die bisher keinerlei Details bekannt sind, will Intel laut Gelsinger wieder mit niedrigeren Taktraten einsteigen und sie im Laufe des Produktlebenszyklus allmählich steigern. Die ersten Prozessoren mit der neuen Logik werden derzeit unter den Codenamen Conroe (Desktop), Woodcrest (Server) und Merom (Notebooks) gehandelt.

Nachdem Intel sich mehrfach massiv zu Dual- und Multi-Cores bekannt hatte, werden die neuen Prozessoren auch mit mehreren Kernen erscheinen. Aus den internen Intel-Roadmaps ist zudem bereits bekannt, dass Conroe in Versionen mit 2 und 4 MByte L2-Cache erscheinen wird. Zudem wird er zunächst als Dual-Core-Version geliefert und in 65-Nanometer-Stukturbreite gefertigt.

Im selben Herstellungsverfahren wird zunächst auch die neue Centrino-Generation "Napa" gebacken. Deren Prozessor, den neuen Pentium M mit Codenamen "Yonah", will Intel auf dem kommenden IDF ebenfalls vorstellen, auch wenn über diese CPU schon einige Daten bekannt sind.

Der Erfinder des IDF, Pat Gelsinger, will zudem über die neuen Itanium-Prozessoren sprechen. Gelsingers früheren Posten des "Chief Technology Officer" nimmt jetzt Justin Rattner als Direktor der "Corporate Technology Group" ein. Er plant für den letzten Tag des IDF, den 25. August 2005, einen ebenso beängstigenden wie faszinierenden Vortrag über die Computer des Jahres 2015. Die Rechner sollen sich dann sowohl selbst verwalten, wie auch über eine gewisse Form des eigenen Bewusstseins verfügen. [von Nico Ernst]


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