Patch-Day: Schwere Sicherheitslöcher im Internet Explorer
Der Internet Explorer weist unter anderem einen Programmfehler bei der Verarbeitung von JPEG-Bildern auf, worüber ein Angreifer beliebigen Programmcode ausführen kann. Dazu muss eine manipulierte JPEG-Datei lediglich auf einer Webseite eingebunden werden.
Ein Fehler bei der Verarbeitung von COM-Objekten im Internet Explorer sorgt dafür, dass Angreifer darüber ebenfalls beliebigen Programmcode ausführen können, indem Opfer auf speziell bearbeitete Webseiten gelockt werden. Im Internet ist bereits Exploit-Code im Umlauf, um das Sicherheitsleck auszunutzen.
Über ein Cross-Domain-Sicherheitsloch im Internet Explorer erhalten Angreifer zudem die Möglichkeit, beliebigen Programmcode auszuführen oder Einblick in vertrauliche Dateien zu erlangen. Ein Angreifer muss dazu eine präparierte Webseite bereitstellen, um das Sicherheitsloch auszunutzen. Dazu sind allerdings einige Tricks notwendig, um das Opfer dazu zu bringen, die notwendigen Operationen auszuführen.
Zahlreiche E-Mail-Clients nutzen die Rendering Engine des Internet Explorer für die Anzeige von HTML-E-Mails, so dass derartige Sicherheitslücken auch darüber ausgenutzt werden können, indem entsprechend präparierte HTML-E-Mails von den Opfern geöffnet werden.
Alle drei genannten Sicherheitslöcher im Internet Explorer beseitigt Microsoft mit einem Sammel-Patch(öffnet im neuen Fenster). Der Sammel-Patch wird auch über Microsofts Update-Funktion angeboten, ohne dass die verwendete Windows-Lizenz überprüft wird. In Kürze werden inoffizielle Patch-Pakete bzw. Setup-Routinen erwartet, um die Sicherheitslücken von Windows und dem Internet Explorer mit einem Rutsch zu schließen.
Nachtrag vom 10. August 2005 um 10:20 Uhr:
Seitdem Microsoft die Patches für den Internet Explorer in der vergangenen Nacht veröffentlicht hatte, sind die Download-Dateien aus den Security Bulletins fehlerhaft, so dass sich die Patches nicht installieren lassen. Über die Update-Funktion der Software läuft hingegen alles fehlerfrei, teilte das Unternehmen mit. Noch hat Microsoft die Probleme im Download-Center nicht behoben.
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