SCO: Wir wollen Linux besiegen
Mit seinem offenen Brief scheint McBride vor allem dem Eindruck entgegentreten zu wollen, SCO hoffe nur auf einen Sieg im Rechtsstreit mit IBM, um groß Kasse und sich dann aus dem Staub zu machen. Zudem stellt McBride Linux, das SCO seit Jahren als Unix-Kopie geißelt, als normalen Wettbewerber dar, kein Wort darüber, dass Linux illegal sei oder geklauten Code enthalte: "Wir wollen Linux absolut besiegen, wie auch jeden anderen Wettbewerber", so McBride.
Vor allem aber feiert der SCO-Chef das eigene Produkt: Unix. Das Betriebssystem sei nicht nur Linux überlegen. So sei der SCO OpenServer 6 deutlich billiger als Linux, verlange SCO doch nur eine Einmalzahlung und kein Jahresabo. Aber auch in der Qualität sei der OpenServer 6 Linux deutlich überlegen, schließlich setzt er auf dem Kernel "UNIX System V Release 5" (SVR5) auf, in dem 25 Jahre Entwicklung stecken.
In Sachen Sicherheit sei das Produkt von SCO Linux ebenfalls überlegen, aber auch im Vergleich mit Microsoft liefere SCO Sicherheitspatches schneller, was McBride an einem einzelnen Beispiel festmacht. McBride geißelt in seinem Brief auch das Entwicklungsmodell von Linux, statt einer fest, an den Kundenwünschen orientierten Roadmap stünde hinter Linux nur eine lose organisierte Gruppe, die entwickle, was sie will, wann sie will.
McBride betont auch die Abwärtskompatibilität des OpenServer 6, auf dem selbst sehr alte Xenix-Applikationen liefen. Für Linux hingegen sei Abwärtskompatibilität ein Fremdwort. Auch stehe SCO für sein Produkt ein, während bei Linux eine Haftung schon in der Lizenz, der GPL, ausgeschlossen sei. Zudem fokussiere sich SCO auf eine einheitliche Code-Basis, während Linux aus uneinheitlichen "Forks" bestehe.
- Anzeige Hier geht es zu Linux: Das umfassende Handbuch bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.