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Stargate SG-1 - JoWooD steigt aus

Publisher mit Projektstatus des Shooters mehr als unzufrieden. JoWooD hat überraschend die Zusammenarbeit mit dem australischen Entwicklerstudio Perception gekündigt. Seit Januar 2004 entwickelte Perception am Shooter "Stargate SG-1: The Alliance", der, wie es der Name schon verrät, im Universum der Science-Fiction-Fernsehserie Stargate SG-1 spielt.
/ Christian Klaß
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Den 2004 abgeschlossenen Entwicklungsvertrag will JoWooD durch seine Zahlung von insgesamt über 5 Millionen Euro, durch Presse- und Marketingarbeit sowie Kooperationen mit MGM/Sony erfüllt haben. Demgegenüber stehe eine nicht vertragskonforme Projektentwicklung seitens Perception. Dabei hätte laut JoWooD auch nicht geholfen, Perception über den US-Publishing-Partner Namco zusätzlichen Entwicklungssupport bereitzustellen.

Gemeinsam mit dem US-Publishing-Partner Namco Hometek seien deshalb in den letzten drei Monaten intensive Prüfungen des technischen Projektstatus durchgeführt worden. Für JoWooD hat sich dabei ergeben, dass der derzeitige technische Stand der Entwicklung eine Fertigstellung des Projektes durch Perception bis zum Ende August 2005 vollkommen unmöglich mache. Dies untermauere auch ein externes Gutachten, welches die von JoWooD selbst attestierten schwerwiegenden Mängel wie "Visualisierung, Animationen, Audio, Lichteffekte" bestätigt habe.

Das scheint aber noch nicht alles zu sein: "Drei Wochen vor dem im Vertrag vorgesehenen Fertigstellungstermin sind die Hauptplattformen PlayStation 2 und Xbox extrem instabil" , so das vernichtende Urteil von JoWooD. "Auf Grund der schwerwiegenden technischen Mängel erscheint die Fertigstellung des Spieles durch Perception vor Q3 2006 unrealistisch."

Doch bis es überhaupt soweit sei, müssten noch weitere 1,5 bis 2 Millionen Euro in das Projekt investiert werden. Auf Grund der späten Auslieferung und der dann bereits erschienenen Nachfolge-Konsolen könnte das Spiel zudem nur noch zu erheblich reduzierten Preisen im Vergleich zur ursprünglich angenommenen Planung auf den Markt gebracht werden. Eine Wirtschaftlichkeit des Projekts sei damit ausgeschlossen, so der verärgerte Publisher.

JoWooD hatte es sich bereits 2005 zum Ziel gesetzt, nur noch rentable Entwicklungsprojekte in hoher Qualität fertig zu stellen und "keine weiteren Gelder in Projekte mit zweifelhafter Wirtschaftlichkeit zu investieren , wie es das Unternehmen nun nochmal bekräftigte. Den Entwicklungsvertrag mit Perception kündete JoWooD in Konsequenz mit sofortiger Wirkung auf und will "sämtliche rechtlichen und finanziellen Ansprüche auf Grund der schwerwiegenden Mängel" geltend machen. Auch die Zusammenarbeit mit Namco in Bezug auf den Shooter soll eingestellt werden.

Bewusst unpräzise bleibt der Publisher in Bezug auf seine eigenen Stargate-Pläne: "Alternativ prüft JoWooD die Weiterführung des Projekts Stargate SG-1 auf neuer organisatorischer, technischer und wirtschaftlicher Basis" , heißt es in einer Ankündigung. Allerdings hält Perception die Serienlizenz von Metro Goldwyn Mayer (MGM). Wie das zusammenpasst, wollte JoWooD gegenüber Golem.de noch nicht angeben.


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