Nintendo DS als GPS-Navigationssystem mit Google Maps

Tüftler bindet GPS-Empfänger per selbst entwickelter serieller Schnittstelle an

Der findige Nintendo-DS-Tüftler Alexei "Natrium42" Karpenko hat sich wieder selbst übertroffen, indem er nun aus Nintendos Spiele-Handheld einen GPS-Empfänger machte und dabei Kartenmaterial von Google Maps nutzt. Die Homebrew-Szene hat Natrium42 unter anderem den PassMe-Adapter zum Ausführen eigenen Programmcodes zu verdanken, auch eine PDA-Tastatur und ein Bluetooth-Modul hat er schon an einem um eine serielle Schnittstelle erweiterten PassMe-Adapter in Betrieb genommen.

Artikel veröffentlicht am ,

Prototyp: Nintendo DS als einfaches GPS-Navigationssystem
Prototyp: Nintendo DS als einfaches GPS-Navigationssystem
An seine serielle Schnittstelle (per PassMe im NDS-Schacht) für das Nintendo DS (NDS) hat Natrium42 ein Lassen-iQ-GPS-Modul gehängt. Das Kartenmaterial - bestehend aus Kacheln von 128 x 128 Pixeln - lädt ein selbst geschriebenes Script über die offizielle Google-Maps-API, nachdem die eigene Adresse angegeben wurde. Damit werden nur die relevanten Kartenteile geladen, wobei die Zahl der erwünschten Kacheln und etwaige gewünschte Zoom-Stufen eingestellt werden können. Die Daten müssen allerdings noch per Computer auf die Compact-Flash-Karte gespielt werden, da die WLAN-Funktion des Nintendo DS noch nicht ohne die offiziellen Entwicklertools angesteuert werden kann.

US-Kartenausschnitt von Google Maps auf dem NDS
US-Kartenausschnitt von Google Maps auf dem NDS
Die nötige Software zum Auslesen der Position vom GPS-Modul benötigt den GBA Movie Player (GBAMP), ein in den GBA-Schacht des NDS passendes Modul, das sonst zum Darstellen von auf herkömmlichen CF-Karten abgelegten Filmchen, Bildern oder Texten genutzt wird. Die mit der Navigationssoftware und dem Kartenmaterial befüllte CF-Karte, deren Kapazität die maximale Zahl der möglichen Kartenkacheln bestimmt, wird dann vom GBA Movie Player (GBAMP) genutzt.

Google-Maps-Daten als GIFs auf CF-Speicherkarte
Google-Maps-Daten als GIFs auf CF-Speicherkarte
Wer sich wundert, wie das Ganze funktioniert: "[...] es gibt eine Formel um vom Längen- und Breitengrad (bereitgestellt per GPS) die Google-Kachel-Nummer zu ermitteln", so Natrium42 in seinem Blog-Eintrag. Die Software bzw. deren Code will er erst dann veröffentlichen, wenn er diesen etwas verfeinert hat. Leider ist Google Maps derzeit nur für die USA sinnvoll einsetzbar, für Europa fehlt noch detailliertes Kartenmaterial.

Kommentar:
Man darf gespannt sein, ob und wann es die ersten kommerziellen Produkte dieser Art geben wird. Sowohl das Nintendo DS als auch die mit USB-Schnittstelle bestückte PlayStation Portable (PSP) würden damit eine interessante Zusatzfunktion bieten können. Die Grafikleistung beider Systeme dürfte sogar ausreichen, um auch auch 3D-Kartenmaterial in guter Qualität darzustellen.

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Pyramide von Piseh 07. Sep 2009

Ich glaub du machst auch besser nochmal die "Pise"-Studie. Thema: Wie erkenne ich Ironie...

Navi-Interessent 07. Sep 2009

Gibts zu dem Thema mal was Neues? Würde sehr gerne mein NDS als Navi benutzen. Also GPS...

Matze@blubb 24. Nov 2005

Wenn des Teil jetzt au noch als richtiges Navi mit Zielsuche verwendet werden könnte...



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