X.Org 7.0 - X wird modular
Der Quelltext des X Window Systems besteht traditionell aus einer Vielzahl von Komponenten, die in einem monolithischen Quelltext zusammengeführt werden. Künftig wollen die X.Org-Entwickler aber auf eine modulare Architektur setzen. X.Org soll dabei in mehrere logische Module aufgeteilt werden, die getrennt voneinander entwickelt, gebaut und gepflegt werden können, sich aber noch immer zu einem kohärenten System zusammenfügen.
Mit X.Org 7.0 will man nun einen entscheidenden Schritt in Richtung einer Modularisierung(öffnet im neuen Fenster) gehen, wobei X.Org 6.9 als traditionell monolithisches Paket und das modulare Release 7.0 zusammen entwickelt werden. Beide setzen auf der gleichen Quelltext-Basis auf und wurden jetzt auch gemeinsam in Form des "nullten" Release-Candidates veröffentlicht.
Die ungewöhnliche Namensgebung "RC0" soll klar machen, dass die Software noch nicht in dem Zustand ist, den man von einem Release-Candidate erwarten würde. Vielmehr sei man an dem Punkt angelangt, an dem es nützlich ist, wenn eine große Anzahl von Leuten beginnt, die Software zu testen und Fehler zu beseitigen, so Jackson.
Jackson weist zugleich darauf hin, dass die modulare Distribution sich nur für eine sehr kleine Zahl von Plattformen erzeugen lässt, konkret sind dies Solaris/x86, Linux/x86 und Linux/IA64. In Teilen unterstützt werden derzeit Linux/AMD64, Solaris/Sparc und MacOS X/PowerPC. Für andere Plattformen stehe noch recht viel Arbeit an.
Neben diesen grundlegenden Änderungen bieten die neuen Vorabversionen von X.Org aber auch zahlreiche Updates, vor allem in Bezug auf diverse Grafikkarten-Treiber. X.Org 6.9(öffnet im neuen Fenster) und 7.0(öffnet im neuen Fenster) stehen unter xorg.freedesktop.org(öffnet im neuen Fenster) zum Download bereit. Dort findet sich auch ein aktuelles Changelog(öffnet im neuen Fenster).
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