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Handy-Payment: Neue Masche bei Preisauszeichnung (Update 2)

Schriftart sorgt für Unklarheit bei Preisangaben

Nachdem die Dialer-Regeln seit Mitte Juni 2005 verschärft sind, verschwanden zwar entsprechende Dialer-Webseiten aus dem Netz, allerdings wurden diese schnell durch kostenpflichtige Angebote ersetzt, die per Handy abgerechnet werden. Wie den Dialern ist auch diesen Angeboten gemein, dass sich für den Nutzer die tatsächlich anfallenden Kosten nicht auf Anhieb erschließen, wie eine neue Masche eindrucksvoll belegt.

Artikel veröffentlicht am ,

Screenshot #1
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Die Webseiten malvorlagen.de und vornamen.de bieten ihre Inhalte weiterhin nur gegen Bezahlung an und der Webseiten-Besucher kann lediglich erahnen, welchen Gegenwert er dafür erhält. Klickt man auf eine Malvorlage oder einen Vornamen, öffnet sich jeweils ein Web-Fenster, in dem der Nutzer aufgefordert wird, für die Information zu bezahlen.

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Screenshot #2
Screenshot #2
Wie bereits von vergleichbaren Verfahren bekannt, erschließt sich dem Nutzer nicht auf Anhieb, dass man damit ein Abonnement abschließt, das in sehr kurzen Intervallen bezahlt werden muss - in diesem Fall täglich. Zudem sind die anfallenden Gebühren in dem Web-Fenster nicht ohne weiteres ersichtlich, da die Preisangaben so gesetzt sind, dass man diese leicht falsch liest.

Screenshot #3
Screenshot #3
Bei dem anfallenden Preis von täglich 9,98 Euro wurden die beiden Neunen so platziert, dass man unter anderem in den Browsern Internet Explorer und Opera zunächst den Eindruck bekommen kann, dass der Preis nicht 9,98 Euro, sondern 0,08 Euro betrage. Unbedarfte Nutzer könnten ein entsprechendes Abo in dem Glauben abschließen, mit täglichen Kosten von 0,08 Euro nur einen geringen Betrag bezahlen zu müssen.

Im Fuß der Seite wird der Font "Georgia" gewählt, bei der einige Ziffern heruntergezogen angezeigt werden, wozu auch die Zahl 9 gehört. Mozilla und Firefox zeichnen den Unterstrich unterhalb der Zeichen, so dass die Zeile nicht durch die Neunen geht und der Preis dort klarer zu erkennen ist.

In einer zu bestätigenden SMS sollte der Preis nochmals genannt werden, so dass man genau auf die Preisangabe in der Kurzmitteilung achten sollte, bevor man ein solches Abonnement abschließt.

Nachtrag vom 3. August 2005 um 16:10 Uhr:
Vodafone hat für den Betreiber von Vornamen.de das Bezahlen per Handy vorerst ausgesetzt, so dass das Vodafone M-Payment über diese Seiten nicht greift, wie Vodafone auf Nachfrage gegenüber Golem.de erklärte. Als Grund nannte der Mobilfunknetzbetreiber, dass die auf den Seiten von Vornamen.de gemachten Angaben die von Vodafone geforderte Klarheit und Transparenz bei den Preisen vermissen ließ. Bis der Betreiber von Vornamen.de die Anforderungen von Vodafone in Bezug auf Preistransparenz umsetzt, können Vodafone-Kunden kein Abo dieser Seite buchen.

Nachtrag vom 4. August 2005 um 9:10 Uhr:
Das Preisfenster von Vornamen.de und Malvorlagen.de wurde mittlerweile optisch überarbeitet, so dass mindestens seit dem 3. August 2005 um 20:30 Uhr der bisher erschienene Unterstrich bei der Preisnennung nicht mehr auftaucht. Dadurch lässt sich die Preisangabe von täglich 9,98 Euro für den Dienst nun zweifelsfrei erkennen.

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B3rnd 05. Aug 2005

Du hast keine Ahnung. QED.

tachauch 04. Aug 2005

Wenigstens haben wir jetzt weltexklusiv die wahrscheinlich offizielle "Version" lesen...

dieterj 04. Aug 2005

Dann mach das doch. Aber glaub bloss nicht, dass wirklich Inhalt hintersteckt. Darum...

Dietmar Vill 03. Aug 2005

Ergänzung: Das eigentümliche Verhalten bei der Produktzuordnung wirft für mich schon...

Pro 99 03. Aug 2005

Warum gibt es gegen diese offensichtlichen Betrugsversuche keine Gesetze, wo man doch...


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