Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

eco: Deutschland ist ein DSL-Flickenteppich

Kritik am Breitbandatlas des BMWA. Kritik an dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) herausgegebenen Breitbandatlas übt der eco-Verband der deutschen Internetwirtschaft. Zwar werde mit dem Breitbandatlas offiziell gemacht, was in der Branche schon lange bekannt ist – "das DSL-Netz in Deutschland hat mehr Löcher als ein Schweizer Käse" – doch schöne der Atlas die Situation.
/ Jens Ihlenfeld
14 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Der Breitbandatlas gebe nur Auskunft darüber, ob DSL in einem Ortsnetz zur Verfügung steht. Das bedeute aber nicht, dass auch jeder Haushalt tatsächlich via DSL auf das Internet zugreifen könne. Einen Überblick darüber, welche Breitbandzugänge am Wohn- bzw. Firmensitz tatsächlich zur Verfügung stehen, sei damit nicht möglich, bemängelt der eco.

Als irreführend kritisiert der Verband zudem, dass die Übertragung per Satellit einbezogen wurde, schließlich ist der Satellitenzugang bundesweit flächendeckend möglich und verfälscht dadurch das Gesamtbild. Die breite Verfügbarkeit des Satellitenzugangs betont zwar auch die Teles skyDSL GmbH, zieht als Anbieter eines satellitengestützten Internet-Zugangs aber andere Schlüsse. Nach Ansicht von skyDSL-Geschäftsführer Andreas Krüger konzentriert sich der Breitbandatlas sehr stark auf die Verfügbarkeit von DSL und schenkt bereits existierenden Alternativen wie skyDSL noch zu wenig Beachtung. Erklären lässt sich dies durch den fehlenden Rückkanal bei skyDSL.

Die mangelhafte Verfügbarkeit von DSL führt der eco-Verband derweil auf den fehlenden Bitstream-Access zurück, den es in vielen anderen EU-Ländern bereits gibt. Daher fordert der eco die Bundesnetzagentur zu einer kurzfristigen Lösung auf: "Angesichts der hohen wirtschaftlichen Bedeutung für die Unternehmen könne nicht in Ruhe abgewartet werden, bis Bitstream-Access verfügbar sei".


Relevante Themen