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AMD senkt Preise für alle Prozessorfamilien

Desktop-CPUs moderat billiger, Turion deutlich günstiger. Zwei Tage nach Intel hat auch AMD seine turnusmäßigen Preissenkungen vollzogen. Bei den Brot- und Butter-Chips für den Desktop ergeben sich nur moderate Änderungen, vor allem der Notebook-Prozessor Turion64 ist vom aktuellen Preisrutsch betroffen.
/ Jens Ihlenfeld
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AMD folgt damit Intel, die bereits zum vergangenen Sonntag die Preise gesenkt hatten. Bei Intel betraf die aktuelle Preisrunde vor allem die Mobilprozessoren, AMD nimmt die bei Intel für Mitte August 2005 erwartete Senkung der Preise für Desktop-CPUs für seine Produkte schon vorweg.

Das Flaggschiff Athlon 64 FX wurde dabei wie üblich nicht billiger: Für das Modell FX-57 sind nach wie vor 1.031,- US-Dollar zu bezahlen, für die auch schon ein gut ausgestatteter Komplett-PC zu haben ist. Auch der FX-55 bleibt bei 827,- US-Dollar. Alle Preise verstehen sich für 1.000er-Stückzahlen bei Lieferung an PC-Hersteller und Distributoren.

Leicht günstiger werden die Dual-Core-Prozessoren vom Typ Athlon 64 X2. Die vier schnellsten Vertreter vom 4800+ bis zum 4200+ sind jetzt im Schnitt zehn Prozent günstiger, besonders das Modell 4200+ für nun 482,- US-Dollar erscheint jetzt interessant. Der gestern erst eingeführte 3800+ für nur 354,- US-Dollar wurde naturgemäß nicht jetzt schon billiger.

Der Athlon 64 mit nur einem Kern wird inzwischen bei AMD zum Massenprodukt. Senkungen zwischen gut 12 und 22 Prozent schaffen preislich deutlichen Abstand zum X2. Der schnellste Athlon 64 4000+ kostet nun nur noch 375,- US-Dollar und dürfte vor allem bei Spielern damit noch beliebter werden, profitieren viele Spiele doch noch nicht von der Kraft der zwei Kerne. Auch der nun 18 Prozent billigere 3500+ mit seinem sparsamen Venice-Kern für nur 223,- US-Dollar empfiehlt sich für leise Allround-PCs. Bei den noch billigeren Semprons, deren Top-Modell 3400+ 134,- US-Dollar kostet, hat AMD nur durchschnittlich gut fünf Prozent vom Preis abgeschlagen.

Arg erwischt hat es den schnellsten Turion 64. Das Modell ML-40 ist mit nun 354,- US-Dollar über 32 Prozent billiger. Zum Vergleich: Intels mobiles Top-Modell Pentium M 780 kostet 637,- US-Dollar. Hier hat AMD wohl viel Luft für neue CPUs eingeplant oder will Intel mit seiner erfolgreichen Centrino-Kampagne gnadenlos unterbieten.

Auch die anderen Turions wurden im Schnitt 12 Prozent billiger, die nur wenig mobilen CPUs für "Desktop-Replacements" wurden ebenfalls deutlich im Preis gesenkt, der Athlon 64 3200+ beispielsweise rutscht im Preis um 25 Prozent auf nun 138,- US-Dollar. Auch wenn diese Prozessoren für ein Notebook recht viel Strom schlucken, lassen sich damit jetzt recht günstige und fixe portable PCs bauen.

Ebenfalls stark im Preis gesenkt wurde die gesamte Opteron-Palette. Besonders auffällig sind hier Abschläge bei den Varianten, die nur alleine in einem Rechner arbeiten können, der Opteron 152 ist nun mit 417,- statt 637,- US-Dollar über 33 Prozent billiger. [von Nico Ernst]


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