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FFII erneut von Nutzwerk abgeschaltet

DNS-Provider gibt Drängen von Nutzwerk nach. Konnte der Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur e.V. (FFII) eine Abschaltung seiner Web-Präsenz auf Drängen der Firma Nutzwerk vorerst noch abwenden, gab der DNS-Provider, bei dem die Domain FFII.org liegt, nun dem Drängen von Nutzwerk nach. Nur auf Umwegen sind die Seiten der Softwarepatent-Gegner derzeit zu erreichen.
/ Jens Ihlenfeld
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Hintergrund ist ein seit längerem schwelender Streit zwischen der Firma Nutzwerk und dem FFII, der sich an der kritischen Berichterstattung des FFII über Nutzwerk entzündete. Darin sieht Nutzwerk eine Verleumdung und Diffamierung des eigenen Unternehmens und versucht seit geraumer Zeit, die Kritik(öffnet im neuen Fenster) aus dem Web zu verbannen.

Zwar ist der Web-Server des FFII noch erreichbar, die Auflösung des Domain-Namens schlägt derzeit aber fehl. Ein Zugriff ist nur auf Umwegen möglich, wie sie unter anderem im Golem.de-Forum diskutiert werden.

Nachdem der DNS-Provider des FFII die Domain wiederholt abgeschaltet hatte, leitete der FFII nun einen Umzug der Domain zu einem anderen Anbieter ein. Wie FFII-Vorstand Hartmut Pilch im Golem.de-Forum aber schreibt, kann dies zwei bis drei Tage dauern.

Nutzwerk argumentiert, der FFII verbreite verbotene Inhalte und beruft sich vor diesem Hintergrund auf das Teledienstegesetz, nach dem Provider verpflichtet sind, nach Kenntniserlangung von rechtswidrigen Inhalten diese zu sperren. Durch die Sperrung der gesamten Domain ist von der Abschaltung auch eine große Zahl von FFII-Webseiten betroffen, die mit dem Streitthema nichts zu tun haben.

Bei den zum Teil recht niedrigen Preisen für das Domain-Hosting, rechnet es sich für entsprechende Anbieter oft nicht, sich bei Rechtsstreitigkeiten schützend vor die eigenen Kunden zu stellen.


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