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PGP-Erfinder will VoIP-Telefonate verschlüsseln

Philip Zimmermann kündigt VoIP-Client zFone an

Schon 1995/96 versuchte sich Philip Zimmermann, der Erfinder der erfolgreichen PGP-Verschlüsselung, mit PGPfone an einer Software für verschlüsselte Internet-Telefonie. Damit war Zimmermann nach eigenem Bekunden aber etwas früh dran; sein neues Projekt zFone soll mit der heutigen größeren Bandbreite und VoIP-Protokollen wie SIP und RTP mehr Verbreitung finden.

Artikel veröffentlicht am ,

Der zFone-Client kann mit anderen zFone-Clients eine verschlüsselte Verbindung aufbauen, während er mit Standard-SIP-Telefonen und SIP-Clients ohne Verschlüsselung arbeitet. Für die erste Realisierung des im Teststadium befindlichen Projekts greift Zimmermann auf die in Python programmierte Open-Source-Software Shtoom zurück und erweiterte diese um Verschlüsselung - der Quellcode soll bald offen gelegt werden.

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Das folgende kommerzielle Produkt soll dann auf einem anderen VoIP-Client aufsetzen - es ist zu erwarten, dass die zFone-Version von Shtoom parallel von der Community weiterentwickelt werden wird.

Derzeit läuft zFone laut Zimmermann nur unter MacOS X und befindet sich noch im Alpha-Test. "Die zFone-Software war ursprünglich als Machbarkeitsstudie entwickelt, doch nun ersuche ich um offizielle Unterstützung und eine Erweiterung auf andere Betriebssysteme. Trotz der Fehler, die in der VoIP-Client-Software Shtoom vorhanden sind, wird die von uns hinzugefügte Verschlüsselung als sicher angesehen", so Zimmermann.

Noch ist zFone ein interner Codename, derzeit suchen Zimmermann und sein Team nach Ideen für einen endgültigen Namen. Wer dem PGP-Erfinder bis zum 30. September 2005 den besten Namensvorschlag liefert, soll deshalb seinen PGP-Key persönlich von Zimmermann abgesegnet, 11 lebenslang gültige Software-Lizenzen für das fertige zFone und ein T-Shirt mit dem Produktnamen bekommen.

Die Alpha-Version der Software will Zimmermann erst zur Verfügung stellen, nachdem er sichergestellt hat, dass er damit nicht Exportgesetze der USA verletzt. Nach Jahren der Diskussion mit der US-Regierung hatten Zimmermann und andere es zwar geschafft, dass die Exportkontrollen für Kryptografietechnik im Jahr 2000 gelockert wurden, aber es gebe noch einige zu beachtende Beschränkungen etwa in Bezug auf unter Embargo stehende Länder wie Kuba, Iran, Libyen, Nordkorea, der Sudan und Syrien. Hier müsste er eventuell erst eine Überprüfung auf die Herkunft der Download-Gesuche integrieren, es werde deshalb noch etwas dauern bis es so weit ist.

Der Chef der PGP Corporation hofft, eine zFone-Vorabversion ab Ende August 2005 anbieten zu können. Die Entwicklung habe er bisher aus der eigenen Tasche bezahlt, ohne finanzielle Unterstützung komme er aber nun nicht weiter. Mit der Bitte um Spenden per PayPal hofft er, das zFone-Projekt weiterführen zu können.

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Anonymer Nutzer 02. Aug 2005

..und vor allem teuer. Denn Phil lässt sich nicht schlecht bezahlen für seine...

the_pi_man 02. Aug 2005

Zumindest nicht in elektronischer Form. Er umging die Sache damit, dass er den...

Dirk Küpper 02. Aug 2005

Klar würde er das, er hat schliesslich nix, aber auch garnix zu verbergen:-) http://www...

Felix42 01. Aug 2005

Nur kann es bei Skype halt niemand ueberpruefen, da kein Source Code vorliegt. Gibt so...

nabohi 01. Aug 2005

Also sind es statt zehn Softwarelizenzen elf. Wegen so 'nem Tippfehler geht es weiter.


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