Abo
  • Services:

Landgericht Berlin untersagt Bild.de Schleichwerbung

Werbung in Online-Zeitungen muss klar erkennbar sein

Werbung in Online-Medien muss klar erkennbar und vom redaktionellen Inhalt eindeutig getrennt sein, eine irreführende Vermischung mit redaktionellen Beiträgen ist wettbewerbswidrig. Zu diesem Ergebnis kam das Landgericht Berlin, das über eine Klage wegen irreführender Schleichwerbung der "Verbraucherzentrale Bundesverband" (vzbv) gegen bild.t-online.de zu entscheiden hatte.

Artikel veröffentlicht am ,

Für den vzbv hat das Urteil eine über den Einzelfall hinausgehende Bedeutung: "In der aktuellen Diskussion um Schleichwerbung im Fernsehen darf die Einhaltung des Trennungsgebotes im Internet nicht vergessen werden", so Patrick von Braunmühl, Fachbereichsleiter beim vzbv. Das Urteil sei ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Schleichwerbung im Internet.

Stellenmarkt
  1. ERWEKA GmbH, Heusenstamm, Langen
  2. Brillux GmbH & Co. KG, Münster

Im konkreten Fall ging es um einen im Januar 2005 erschienenen Artikel auf der Startseite von bild.t-online.de unter der Überschrift ""Flitzer für 11.900 Euro: Volks-SEAT - und der Asphalt wird glühen". Die Aufmachung des Beitrags habe sich von der Aufmachung redaktioneller Texte nicht unterschieden. Die Verweise hätten den Nutzer aber auf eine Folgeseite mit verschiedenen Beiträgen rund um das beworbene Auto geführt, wobei nur ein Teil der Beiträge mit dem Hinweis "Anzeige" versehen war.

Für die Leser musste dadurch der Eindruck entstehen, die übrigen Texte seien neutrale, von Journalisten überprüfte Informationen, so der vzbv. Der sah in dieser Aufmachung einen Verstoß gegen medienrechtliche Vorschriften, nach denen Werbung klar als solche zu erkennen sein muss und eine Verschleierung von Wettbewerbshandlungen unzulässig ist.

Das beklagte Unternehmen hatte in dem Verfahren nach Angaben des vzbv argumentiert, gerade jüngere Internetnutzer gingen von einem generellen Werbecharakter des Internet aus. Eine klare Abgrenzung zwischen Werbung und redaktionellen Beiträgen sei deshalb nicht erforderlich. Dieser Argumentation folgte das Landgericht Berlin nicht. Vielmehr sei eine Internetseite so zu gestalten, dass der Nutzer die Wahl hat, ob er sich mit Werbung beschäftigen will oder nicht.

Das Urteil des Landgericht Berlin vom 26. Juli 2005 (AZ 16 O 132/05) ist allerdings noch nicht rechtskräftig.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (PCGH-Note 1,6 - Bestnote!)
  2. (u. a. ROG Rapture GT-AC5300 + Black Ops 4 für 303,20€ + Versand statt 345€ im Vergleich, RT...
  3. 79,90€ + Versand (Bestpreis!)
  4. (u. a. GTA V für 16,82€ und The Elder Scrolls Online: Morrowind für 8,99€)

Mark 11. Sep 2005

Nicht jede, sondern nur die, in denen verfälscht, übertrieben oder einfach gelogen...

StereoJack 01. Aug 2005

ich habs auch so verstanden :)

der Kenner 30. Jul 2005

pahah wenn das "geschickt" ist dann bin ich der kaiser von china...

derJurist 30. Jul 2005

Als ich dachte bisher die Bildzeitung hätte NUR werbecharakter (daher auch der niedrige...

ROFL 30. Jul 2005

spam mit den messengern lässt sich einfach abschalten indem man nur nachrichten von...


Folgen Sie uns
       


Infiltrator Demo mit DLSS und TAA

Wir haben die Infiltrator Demo auf einer Nvidia Geforce RTX 2080 Ti mit DLSS und TAA ablaufen lassen.

Infiltrator Demo mit DLSS und TAA Video aufrufen
Zahlen mit Smartphones im Alltagstest: Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein
Zahlen mit Smartphones im Alltagstest
Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein

In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten, drahtlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Wir haben Google Pay mit der Sparkassen-App Mobiles Bezahlen verglichen und festgestellt: In der Handhabung gleichen sich die Apps zwar, doch in den Details gibt es einige Unterschiede.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartphone Auch Volksbanken führen mobiles Bezahlen ein
  2. Bezahldienst ausprobiert Google Pay startet in Deutschland mit vier Finanzdiensten

Energietechnik: Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus
Energietechnik
Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus

Ein Akku mit der Energiekapazität eines Benzintanks würde viele Probleme lösen. In der Theorie ist das möglich. In der Praxis ist noch viel Arbeit nötig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Elektroautos CDU will Bau von Akkuzellenfabriken subventionieren
  2. Brine4Power EWE will Strom unter der Erde speichern
  3. Forschung Akku für Elektroautos macht es sich im Winter warm

Yara Birkeland: Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem
Yara Birkeland
Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem

Die Yara Birkeland wird das erste elektrisch angetriebene Schiff, das autonom fahren soll. Das ist aber nicht das einzige Ungewöhnliche daran. Diese Schiffe seien ein ganz neues Transportmittel, das nicht nur von den üblichen Akteuren eingesetzt werde, sagt ein Experte.
Ein Interview von Werner Pluta

  1. Power Pac Strom aus dem Container für Ozeanriesen
  2. Yara Birkeland Norwegische Werft baut den ersten autonomen E-Frachter
  3. SAVe Energy Rolls-Royce bringt Akku zur Elektrifizierung von Schiffen

    •  /