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Spieletest: Star Wolves - Weltraum-Strategie für Genre-Fans

Nachschub für Fans von Homeworld, Nexus und Co. Fans von Weltraum-Strategiespielen wie "Homeworld 2" und "Nexus: The Jupiter Incident" bekommen nur sporadisch Nachschub in Form neuer Spiele. Mit "Star Wolves" gibt es seit einigen Wochen ein von einem weniger bekannten Entwicklerteam stammendes Spiel, das strategische Gefechte im Weltraum mit Rollenspiel-Elementen mischt.
/ Christian Klaß
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Das in Russland von Xbow Software entwickelte Spiel dreht sich um einen Kopfgeldjäger, der gemeinsam mit einem erfahrenen Begleiter und später auch mit weiteren Piloten gefährliche Aufträge erlebt – darunter mal mehr mal weniger legale Transportmissionen und die Piratenhatz. Da das Universum von Star Wolves kein besonders freundliches ist, muss sich das Team auch korrupter Polizisten und feindlich gesonnener Unternehmen erwehren. Auch um außerirdische Artefakte dreht sich die Geschichte.

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Nach einer Einführung in die Befehligung von nicht selbst steuerbaren Raumschiffen obliegt es dem Spieler, das anfangs schlecht ausgestattete Mutterschiff Star Wolve und zwei Raumjäger zu steuern. Mit den erbeuteten Ausrüstungsgegenständen und dem verdienten Geld können die Schiffe aufgerüstet oder neue hinzu gekauft werden. Zusätzliche Piloten stoßen im Verlauf des Spiels dazu – nur mit dem einen oder anderen zwielichtigen Piloten gibt es auch Zugriff auf den Schwarzmarkt.

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Während die Schiffe auch zwischendurch anders bestückt werden können – die Raumjäger allerdings nur im angedockten Zustand – lassen sich die gesammelten Erfahrungspunkte der Piloten nur zwischen den Missionen auf verschiedene Fertigkeiten verteilen. Es gibt verschiedene Fertigkeitsbäume, einen für allgemeine Piloten-Fertigkeiten und solche für verschiedene Waffengattungen wie Geschütze oder Raketen. Entsprechend der Spezialisierungen sollten dann auch die Schiffe bestückt werden.

Viel mehr Rollenspiel wird nicht geboten, der Rest ist Strategie und die Auswahl der jeweils besten Antwort in Konversationen mit computergesteuerten Weltraum-Begegnungen. Zwar sind nicht alle Antworten für eine Mission entscheidend, doch mitunter geht es auch um Geld, neue Teammitglieder oder auch mal darum, ob man wegschaut oder sich einmischt, angegriffen oder in Ruhe gelassen wird.

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Welche der gebotenen Mission man annimmt, ist Sache des Spielers. Nicht immer sind dabei die Kommentare der eigenen Mannschaft hilfreich; eine in Bezug auf die eigene Ausstattung zu harte Mission reden sie einem nicht aus. Zumindest weniger erfahrene Strategen werden sich mitunter wünschen, etwas mehr Anleitung zu finden.

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Die Schiffe lassen sich nicht selbst steuern, sie setzen sich nur in Bewegung, wenn der Spieler in die Karte oder in der Umgebung eines oder mehrerer Raumschiffe mit der Maus klickt. Die Schiffe verteidigen sich zwar, wer angegriffen wird und wie viele Schiffe man dafür nutzt, bleibt aber die Wahl des Spielers. Mit der Fernsteuerung der Schiffe findet man sich recht schnell zurecht, nur muss man aufpassen, sich im Eifer des Gefechts nicht aus Versehen mit der Maus zu verklicken und sich selbst anzugreifen – die eigenen Piloten denken nicht zweimal über den Befehl nach und schreiten munter zur Tat.

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Die verschiedenen Angriffs- und Verteidigungsoptionen lassen sich pro Pilot steuern, einige können nur in bestimmten zeitlichen Abständen eingesetzt werden, andere – wie etwa die Aktivierung von Raketenlafetten – funktionieren nur mit genügend Raketen. Ansonsten fliegen die Piloten recht selbstständig durch die Gegend und man beobachtet ihrer Manöver, wählt hier und da einen Gegner aus und hofft auf möglichst schnelle Zerstörung der Gegner.

Zwar ist es möglich, Schiffen den Befehl zum Angriff und zur Eskorte zu geben, direkte Formationsflüge sind allerdings nicht möglich. Gegen langweilige längere Flüge durch das All hilft eine Zeitraffer-Funktion (2x bis 4x). Sobald ein Gegner auf den Scanner kommt, schaltet das Spiel automatisch in den jederzeit aufrufbaren Pause-Modus und gibt Zeit für Anweisungen an das Team.

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Leider haben es die Entwickler bisher nicht geschafft, die künstliche Intelligenz des Spiels zu verbessern – mitunter verhalten sich die Schiffe auch ohne Zutun des Spielers sehr dumm. Während des Tests schaffte es das Mutterschiff, sich bei einem Manöver hochkant in einem Sprungtor zu verheddern. Das Tor wollte und wollte dem Schiff nicht ausweichen, obwohl letzteres ständig davon abprallte. Da die KI offenbar nicht rückwärts fliegen kann, kam sie nicht mehr frei und die Mission musste abgebrochen und von neuem gespielt werden. Auch verzweifelte Versuche, andere Flugrichtungen auszuprobieren, halfen nichts; zum Glück passierte Derartiges eher selten.

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Grafisch bietet Star Wolves kaum Grund zur Enttäuschung, die Explosionen könnten vielleicht noch etwas imposanter sein, aber Schiffe, Raumstationen und Hintergründe können überzeugen. Auch die Musikuntermalung und die deutsche Sprachausgabe sind gelungen. Aufwendige Zwischensequenzen und Raumfahrer-Kneipen finden sich aber leider nicht im Spiel.

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Star Wolves ist seit dem 18. Mai 2005 für Windows erhältlich und im Handel schon für rund 30,- Euro zu haben. Mittlerweile gibt es auch schon einige von Fans erstellte Modifikationen(öffnet im neuen Fenster) (Mods) für das in Deutschland von Frogster Interactive vertriebene Spiel. Ein bisher erschienener Mini-Patch(öffnet im neuen Fenster) behebt nur zwei Textfehler. Wer sich Star Wolves vor dem Kauf anschauen will, findet auf StarWolves.de auch Links zur einer spielbaren Demo(öffnet im neuen Fenster) (rund 325 MByte).

Fazit:
Star Wolves ist vor allem etwas für Genre-Fans, die um kein Weltraum-Strategiespiel herumkommen. Es bietet einige nette Elemente wie die Charakterentwicklung, ordentliche Grafik, guten Sound und die Möglichkeit für Erweiterungen durch den Spieler. Allerdings könnte Star Wolves dem Spieler bei den Gefechten ruhig mehr Eingriffsmöglichkeiten geben, damit man nicht nur der problematischen KI ausgeliefert ist. Für Genre-Einsteiger bietet das Spiel nur wenig Hilfestellungen.


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