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GPX2 - Spiele-Handheld GP32 erhält Linux-Nachfolger

Portabler Multimedia-Player für Spiele, Bilder und Videos. Das außerhalb Asiens primär auf Grund seiner freien Programmierbarkeit bei Tüftlern und Spiel-Emulations-Fans beliebte Spiele-Handheld GP32 wird mit dem GPX2 einen auf Linux basierenden Nachfolger erhalten. Wie der Hersteller Gamepark Holdings mitteilte, soll der leistungsfähigere Nachfolger mit einer ARM-CPU in seiner Rolle als mobile Unterhaltungszentrale auch normale DivX-, Xvid- und WMV-Filme wiedergeben können.
/ Christian Klaß
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Das von GamePark Holdings als Dual-Core-CPU bezeichnete Herz des mit vollem Namen GPX2-F100 bezeichneten Geräts integriert einen ARM920T als Host-Prozessor und einen ARM940T als Video-Coprozessor. Letzterer beschleunigt 2D-Grafik, von einer 3D-Grafikbeschleunigung, wie sie das Nintendo DS oder die PlayStation Portable (PSP) bieten, ist keine Rede. Die Darstellung erfolgt auf einem 3,5-Zoll-TFT-LCD mit QVGA-Auflösung (320 x 240 Bildpunkte) und bis zu 170.000 Farben.

Dem 32-MByte-Hauptspeicher des GPX2 stehen 64 MByte NAND-Flash -Speicher zur Verfügung, Software und Multimedia-Inhalte werden auf SD-Cards mit beliebiger Kapazität(öffnet im neuen Fenster) gespeichert. Die Anbindung an den PC erfolgt per USB 2.0, darüber lässt sich auch die Firmware aktualisieren. Auf eine drahtlose Netzwerkverbindung verzichtete GamePark leider – die PSP beispielsweise erlaubt es, per WLAN gegeneinander zu spielen oder per neuen Browser Webseiten zu besuchen.

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Wie die PSP soll auch GameParks GPX2 nicht nur zum Spielen gedacht sein, geht dabei aber noch etwas weiter: Laut der Produkt-Website wird das GPX2 MPEG-, MPEG-4-, DivX 3.11/4.x/5.x, XviD- und WMV-Filmdateien in Auflösungen bis zu 720 x 480 Bildpunkten wiedergeben, solange die Bitrate 1.178 KBit/s nicht überschreitet. Etwaige heimische digitale Videosammlungen müssen demnach nicht unbedingt umkodiert werden.

Auch im Bereich Audio verspricht das Gerät mehr: Neben MP3 und WMA werden auch Ogg-Vorbis-Dateien abgespielt; die Bitrate darf jeweils 384 KBit/s nicht überschreiten. Ein in die Wiedergabe-Software integrierter Equalizer bietet die Einstellungen normal, Klassik, Rock, Jazz und Pop. Wie beim GP32 wird der Stereo-Ton per Kopfhörer oder über die ins Gehäuse integrierten Lautsprecher ausgegeben.

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Mittels zweiter AA-Akkus soll das 14,4 x 8,3 x 3,4 cm große Gerät bei der reinen Audiowiedergabe bei ausgeschaltetem LCD rund 14 Stunden und bei der Videowiedergabe bis zu 8 Stunden durchhalten.

Das GPX2 ist zudem als Bildbetrachter für JPEG-, BMP-, PCX- und GIF-Dateien geeignet. Fotos lassen sich skalieren (bis zu 1.024 x 768 Bildpunkten) und rotieren. Auch als Nachschlagewerk oder E-Book-Reader soll das Spiele-Handheld dienen. Welche Dateiformate das von Hause aus beinhalten wird, ist nicht bekannt – nur von Textdateien ist die Rede.

Doch nun zum Eigentlichen, den Spielen: Neben speziell für das GPX2 programmierten Titeln – beim GP32 erschienen hauptsächlich asiatische, nicht übersetzte Spiele – sollen auch Emulations-Fans mit dem GP32-Nachfolger wieder auf ihre Kosten kommen. Der Hersteller selbst spricht derzeit von Emulatoren wie M.A.M.E und Spielen für alte Konsolen wie Nintendos SNES , Segas Genesis (hier zu Lande Mega Drive) und NECs PC-Engine . Für das GP32 gibt es auch Emulatoren für Game-Boy- und PC-Spiele – unter anderem wurde ScummVM(öffnet im neuen Fenster) portiert, um alte Adventures spielen zu können. Auf Doom muss man ebenfalls nicht verzichten. Alte GP32-Titel sollen auf dem neuen Gerät aber nicht laufen(öffnet im neuen Fenster) – vermutlich so lange, bis jemand einen Emulator schreibt.

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Während Käufer bei den meisten Spiele-Handhelds durch Kopierschutzmechanismen mehr oder weniger daran gehindert werden, eigene Spiele oder Anwendungen zu entwickeln, wird das auf einem Embedded-Linux-Betriebssystem basierende GPX2 wie sein Vorgänger frei programmierbar sein. Als primäre Entwicklungsplattform wird deshalb auch ein Linux-System angegeben, unter Windows muss Cygwin genutzt werden.

Das offene Entwicklerpaket unterstützt die plattformübergreifende Multimedia-Bibliothek Simple DirectMedia Layer(öffnet im neuen Fenster) (SDL) und bringt eine Basis-, Grafik-, Sound- und Hardware-Bibliothek mit. Linux ist auch dem auf einem proprietären Betriebssystem basierenden GP32 nicht fremd, wie etwa das Projekt gp32linux(öffnet im neuen Fenster) zeigt.

Wie GamePark Holdings im eigenen Support-Forum mitteilte, wird das GPX2-100 ab Oktober 2005 für unter 200,- US-Dollar auf den Markt kommen.

Nachtrag vom 12. November 2005, 10:05 Uhr:
Mittlerweile wird das Gerät unter dem Namen GP2X geführt und soll ab Ende November, Anfang Dezember 2005 auch in Deutschland lieferbar sein.


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