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Infineon: Speicherpreise stärker gesunken als erwartet

Verlust durch Restrukturierungsmaßnahmen ausgeweitet

Mit 1,61 Milliarden Euro konnte Infineon im dritten Quartal seines Geschäftsjahres 2004/2005 einen Umsatz auf dem Niveau des zweiten Quartals melden. Umsatzsteigerungen im Segment Speicherprodukte wurden durch geringere Umsätze in den Bereichen Kommunikation sowie Automobil-, Industrieelektronik und Multimarket ausgeglichen.

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Das Ebit des dritten Quartals enthielt Sonderaufwendungen in Höhe von 81 Millionen Euro hauptsächlich im Zusammenhang mit dem geplanten Auslauf der Produktion in München-Perlach und Wertminderungen im Segment Kommunikation. So klettert das Minus auf 234 Millionen Euro nachdem im vorangegangenen Quartal nur ein negatives EBIT von 117 Millionen Euro zu verzeichnen war.

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Der Konzernfehlbetrag lag allerdings im dritten Quartal mit 240 Millionen Euro über dem Wert des Vorquartals von 114 Millionen Euro.

"Wir haben bei der Restrukturierung unseres Unternehmens große Fortschritte gemacht. Allerdings haben wir im dritten Quartal bei Speicherbausteinen und Sicherheits- und Chipkarten-ICs sowie bei manchen unserer Basisbandkunden nachteilige Entwicklungen gesehen", erläutert Infineon-Chef Dr. Wolfgang Ziebart die Ergebnisse. "Nichtsdestotrotz erwarten wir im Vergleich zum dritten ein verbessertes viertes Quartal."

Trotz eines signifikanten Rückgangs der Bit-Preise von nahezu 30 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Quartal stieg der Umsatz im Segment Speicherprodukte im dritten Quartal auf Grund eines um zirka 45 Prozent höheren Wachstums des Bit-Volumens und des sich im Vergleich zum US-Dollar abschwächenden Euros. Der gegenüber dem Vorquartal größer als erwartete Preisverfall und die Kosten für den Hochlauf der 300-Millimeter-Fertigung in Richmond waren die Hauptgründe dafür, dass der Rückgang des Ebit stärker ausfiel als erwartet. Die signifikante Reduzierung der Kosten pro Chip im Verlauf des Quartals konnte diese Auswirkungen nicht vollständig ausgleichen.

Für das vierte Quartal des Geschäftsjahrs 2005 erwartet Infineon eine weitere Zunahme der Speicherausstattung pro Rechner und der weltweiten Nachfrage nach Speicherbausteinen sowie ein nur moderates Wachstum des Angebots in der Industrie wegen Kapazitätsumlagerungen von manchen Wettbewerbern des Unternehmens hin zu Logik-Produkten. Das Unternehmen geht daher davon aus, dass sich am Markt ein nahezu ausgeglichenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage und eine daraus resultierende Preisstabilität während des Quartals ergeben werden. Infineon erwartet darüber hinaus, zusätzlichen Marktanteil zu gewinnen, da das Bit-Volumen durch die kontinuierlich steigenden Kapazitäten bei Joint-Venture- und Foundry-Partnern sowie durch den Beginn des Hochlaufs der 300-Millimeter-Fertigung in Richmond stärker als der Gesamtmarkt wachsen wird.

Im Segment Kommunikation verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang gegenüber dem vorhergehenden Quartal. Ausgelöst wurde diese Entwicklung im Wesentlichen durch einen anhaltenden Nachfragerückgang bei einigen Kunden für Basisbandkomponenten sowie den anhaltenden Preisdruck. Im Geschäft mit drahtgebundener Kommunikation blieb der Umsatz im dritten Quartal auf dem gleichen Niveau wie im zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2005. Der Ebit-Fehlbetrag verringerte sich beträchtlich im Vergleich zum vorangegangenen Quartal. Die Grunde dafür waren hauptsächlich reduzierte Kosten für ungenutzte Fertigungskapazitäten, geringere Aufwendungen für Lagerbestände sowie niedrigere Ausgaben für Forschung und Entwicklung, die aus der Implementierung von im zweiten Quartal initiierten Effizienzprogrammen resultiere.

Für das vierte Quartal des Geschäftsjahrs 2005 erwartet das Unternehmen im Bereich Kommunikation, dass der Umsatz im Vergleich zum dritten Quartal auf einem stabilen oder leicht höherem Niveau liegen wird. Infineon geht zudem davon aus, dass der Ebit-Fehlbetrag in diesem Segment gegenüber dem Ebit-Fehlbetrag des dritten Quartals ohne Aufwendungen durch Wertminderungen stabil bleiben oder sich leicht verringern wird.

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