Betrüger heuern ahnungslose Phishing-Helfershelfer an

Arglose Mittelsmänner als Geldkuriere

In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit und steigender Armut haben es Betrüger besonders leicht, Opfer zu finden, denen sie leicht verdientes Geld mit angeblich legalen Geschäften versprechen. So läuft auch die Masche von Phishing-Banden, die die erbeuteten Zugangsdaten beispielsweise zum Online-Banking ja erst einmal zu Geld machem müssen. Dabei bedienen sie sich immer öfter unter fragwürdigen Methoden angeworbener Internet-Nutzer, die als Mittelsmänner fungieren.

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Die so angeworbenen Geldkuriere sollen gegen eine Provision beispielsweise das Geld, das die Phishing-Banden ihnen von den Opferkonten aus überweisen, anschließend per Auslandsüberweisung an die Kriminellen weiterleiten. "Allein in unserem Zuständigkeitsgebiet Ostwestfalen bearbeiten wir derzeit etwa 30 Fälle", sagte der Web-Fahnder des Computerkommissariats der Polizei Bielefeld, Peter Vahrenhorst dem Focus. Die Schadenssummen pro Fall beliefen sich auf 2500 bis 20.000 Euro.

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Vahrenhorst verwies auf den Fall eines Rentners, der auf eine solche Offerte hereinfiel: "Er transferierte insgesamt 12.500 Euro nach Russland." Das Geld ließe sich nicht mehr beschaffen. Der Ruheständler müsse die 12.500 Euro nun über einen Kredit an seine Bank zurückzahlen, so Vahrenhorst zu Focus.

Auch Golem.de liegen mehrere E-Mails von vermeintlich seriös anmutenden Firmen vor, die Geldkuriere suchen und die teilweise sogar mit Websites versuchen, sich ein glaubwürdiges Image zu verschaffen.

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