RSS-Alternative Atom 1.0 fast fertig
Das XML-basierte Format beschreibt wie auch RSS Listen von zusammengehörigen Informationen, was gemeinhin als "Feed" bezeichnet wird. Die einzelnen Feed-Items lassen sich dabei mit einem erweiterbaren Set an Meta-Daten versehen, beispielsweise einem Titel.
Atom versteht sich als Weiterentwicklung von RSS 2.0, dessen Urheberrechte bei der Universität Harvard liegen und das unter dem Namen RSS nicht mehr weiterentwickelt werden soll. Dabei wird Atom von der Atompub Working Group(öffnet im neuen Fenster) innerhalb der IETF (Internet Engineering Task Force) entwickelt.
Während RSS 2.0 "Plain Text" oder "Escaped HTML" aufnehmen kann, ohne die Möglichkeit anzugeben, um was es sich im konkrekten Fall handelt, bietet Atom Container an, die Inhalte in verschiedener Form aufnehmen können. Dabei kann es sich um einfachen Text (Plain Text) oder "Escaped HTML" wie bei RSS 2.0 handeln, aber auch XHTML und andere XML-Formate sowie binäre Inhalte (Base64 Encoded) und Zeiger auf Webinhalte werden unterstützt.
Zudem bietet Atom separate Elemente für "Summary" und "Content", wobei die Zusammenfassung vor allem dann zum Tragen kommen soll, wenn der Inhalt nicht zur Verfügung steht, beispielsweise, weil es sich um Audio-Inhalte handelt. Zudem wartet Atom mit einem standardisierten Verfahren zur automatischen Feed-Entdeckung ( Atom Feed Autodiscovery(öffnet im neuen Fenster) ) auf.
Anders als RSS 2.0 kann Atom eigenständige Einträge enthalten, die über nahezu jedes Netzwerkprotokoll übertragen werden können, beispielsweise das von Jabber genutzte XMPP. Auf diesem Weg werden aber auch zusammengefasste Feeds unterstützt, die Inhalte mehrerer Feeds enthalten.
Vor allem aber ist Atom, anders als RSS 2.0, ein XML-Namespace. Einen umfangreichen Vergleich zwischen RSS 2.0 und Atom bietet Tim Bray mit RSS 2.0 and Atom 1.0, Compared(öffnet im neuen Fenster) . Der aktuelle Draft von Atom 1.0(öffnet im neuen Fenster) findet sich auf den Seiten der IETF.
Zu den Unterstützern von Atom zählen unter anderem O'Reilly und Google, aber auch Microsoft hat angekündigt, Atom zusammen mit RSS in Longhorn zu unterstützen.
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