Matrox-Grafikkarte für PCIe x1 mit Open-Source-Treiber
Millennium G550 PCIe für September 2005 angekündigt. Mit gleich zwei Besonderheiten wartet Matrox bei seiner neuen Grafikkarte Millennium G550 PCIe auf: Sie hat nicht nur als erste eine PCI-Express-x1-Schnittstelle, sondern bringt auch als erste PCI-Express-Karte Open-Source-Treiber für Linux und andere Unix-verwandte Betriebssysteme mit.
Die mit einem G550-Grafikchip und 32 MByte Speicher bestückte Millennium G550 PCIe wird passiv per Kühlkörper gekühlt und findet trotz ihres PCI-Express-x1-Designs auch in x4-, x8- und x16-Slots ein Zuhause. Die Karte ist für kompakte Systeme ohne einen PCI-Express-Grafiksteckplatz oder als Ergänzung zu anderen Grafikkarten gedacht.
Über zwei DVI-I-Schnittstellen angesteuert werden können - getrennt, im Klonmodus oder als ein vergrößerter Desktop - zwei digitale Displays mit max. je 1.280 x 1.024 Bildpunkten oder per Adapter auch zwei VGA-Monitore; Letztere bis 2.048 x 1.536 Pixel bzw. auf dem sekundären, analog angesteuerten Bildschirm bis 1.600 x 1.200 Pixel. Eine Ausgabe auf einen Fernseher ist mit optionalem Zubehör auch möglich. Hardware-beschleunigtes MPEG-/DVD-Video kann gleichzeitig im Fenster und auf dem zweiten Bildschirm im Vollbild ausgegeben werden.
Was ATI, Nvidia und andere Anbieter noch verweigern, ist bei Matrox etwas anders: Es werden zwar nur Windows-Treiber mitgeliefert, aber es sollen auch Open-Source-Treiber im Quellcode und nicht nur in vorkompilierter Form für Linux/Unix zur Verfügung stehen. Schade nur, dass Matrox seine Ambitionen in Bezug auf High-End-Grafikkarten aufgegeben zu haben scheint und nur noch Speziallösungen für Multimonitor-Anwendungen vorstellt. Von Matrox selbst unterstützt werden Red Hat, Suse, Mandrake und Solaris x86.
Ausgeliefert werden soll die Millennium G550 PCIe im September 2005 für 139,- Euro.