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Spieletest: Another Code - Adventure-Traum fürs Handheld

Innovatives, spannendes Point&Click-Abenteuer für das Nintendo DS. Freunde klassischer Adventures mussten sich in den letzten Monaten nicht wirklich über mangelnden Spielenachschub beklagen – vor allem Publisher wie dtp oder Microids taten einiges dafür, dieses vorübergehend totgeglaubte Genre neu zu beleben. Nintendo ist mit "Another Code: Doppelte Erinnerung" nun allerdings etwas mehr als Beachtliches gelungen – nämlich das erste speziell für ein Handheld entwickelte Adventure, das es in Sachen Gameplay, Atmosphäre und Ideen locker mit PC-Highlights wie Syberia, Black Mirror und dergleichen mehr aufnehmen kann.
/ Thorsten Wiesner
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Das Nintendo-DS-Spiel Another Code wird aus der Perspektive der 14-jährigen Ashley erzählt, die jahrelang angenommen hatte, dass ihr Vater bei einem Unfall ums Leben gekommen war. Eines Tages erhält sie allerdings einen mysteriösen Brief – geschrieben angeblich von ihrem Vater, der sie auf einer verlassenen Insel treffen möchte. Ashley macht sich sofort auf den Weg zu dem seltsamen Eiland und muss schon bald feststellen, dass sie da in eine sehr seltsame Geschichte hineingeraten ist – zumal sie schon nach kurzer Zeit auf den Geist eines vor Jahrzehnten gestorbenen Jungen trifft, dessen Schicksal offensichtlich mit ihrem sehr eng verbunden ist.

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Another Code spielt sich prinzipiell tatsächlich wie ein Point&Click-Adventure – mit dem Stylus wird Ashley via Touchscreen bewegt oder es wird auf Gegenstände gezeigt, die untersucht werden sollen. Auch das Führen von Multiple-Choice-Gesprächen ist so möglich. Während der untere Screen dabei immer eine Art Draufsicht bietet, zeigt der obere Bildschirm Ashleys Sichtfeld – gut gelöst.

Neben den "typischen" Adventure-Aufgaben wie Gegenstände einsammeln, kombinieren, Areale erforschen und Gespräche führen gibt es aber eine ganze Reihe weiterer Aufträge, die speziell die Eigenschaften des Nintendo DS nutzen. Alles davon soll hier nicht verraten werden, da die eine oder andere Überraschung den Entwicklern wirklich vorzüglich gelungen ist; ein paar Beispiele verdeutlichen aber, wie intelligent die Technik ins Spiel einbezogen wurde: So müssen zum Beispiel die Einzelteile eines Schilds auf dem Touchscreen durch Schieben und Bewegen der Bruchstücke zusammengesetzt werden oder eine Winde soll per Stylus wirklich gedreht werden.

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An einer anderen Stelle findet sich ein verstaubtes Schriftstück – erst nach dem "Wegpusten" des Staubs (wird durch das Mikro des DS erkannt) ist der Text lesbar. Die Liste ließe sich beliebig erweitern – das beginnt schon, gleich zu Beginn des Spiels, mit einem witzigen Fingerabdruck-Check. Adventure-Fans sollten sich aber wie angesprochen nicht alles vorab verraten lassen, die Überraschung ist dann um so größer.

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Auch in Sachen Story gebührt Nintendo ein großes Lob – die Geschichte ist spannend und alles andere als klischeehaft erzählt. Zwar ist es schade, dass es keine Sprachausgabe gibt, alles also gelesen werden muss. Ansonsten ist die Präsentation aber voll und ganz gelungen – Optik und Soundeffekte sorgen für eine meist spannungsgeladene, oft auch leicht gruselige Atmosphäre.

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Einziger Kritikpunkt an Another Code ist die etwas kurze Spielzeit – mehr als zehn Stunden wird wohl kaum jemand brauchen, um das Rätsel zu lösen. Die geforderten 40,- Euro lohnen sich aber trotzdem auf jeden Fall – so eine tolle Stimmung hat bisher kaum je ein Handheld-Spiel geschafft zu erzeugen.

Fazit:
Nintendo hatte bei der Vorstellung des Nintendo DS angekündigt, dass es wohl ein wenig dauern würde, bis Entwickler wirklich voll und ganz die Fähigkeiten dieser innovativen Handheld-Konsole nutzen können. "Another Code: Doppelte Erinnerung" ist nun ein Paradebeispiel für diese intelligente Nutzung – wie hier tolles Gameplay und die technischen Möglichkeiten des DS kombiniert werden, ist vorbildlich. Adventure-Fans müssen zugreifen – so gut sind sie unterwegs noch nie unterhalten worden.


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