Preisverfall: Digitale Spiegelreflexkameras boomen
Während im Vorjahr rund sieben Millionen Digitalkameras über die Ladentische gingen, soll nach der Prognose des Verbandes für das Gesamtjahr 2005 die Absatzzahl auf annähernd acht Millionen Stück steigen.
Eine Ausnahmeerscheinung im Markt stellt das Segment der digitalen Spiegelreflexkameras (DSLR) dar. Hier konnte 2005 ein Halbjahreszuwachs von annähernd 150 Prozent verzeichnet werden. Die Halbjahresumsätze mit Zubehörartikeln rund um diesen Kameratyp und mit Wechselobjektiven konnten ebenfalls stark steigen. Blitze weisen ein Wachstum von rund 66 Prozent auf, Wechselobjektive rund 55 Prozent und Speicherkarten rund 70 Prozent.
Der Boom dürfte vor allem durch massive Preissenkungen im DSLR-Bereich zustande gekommen sein. Kostete nach Beobachtungen im Preisvergleich markt.golem.de beispielsweise die typische Einsteigerkamera Canon EOS 300D (nur Gehäuse) vor einem Jahr noch rund 1.000,- Euro, ist ihr Nachfolger, die Canon EOS 350D, mittlerweile für rund 700,- Euro (-30 Prozent) zu bekommen. Die nun nicht mehr aktuelle 300D selbst ist in Restbeständen gar für unter 600,- Euro (-40 Prozent) zu haben.
Fast genauso eklatant ist der Preisvergleich bei gehobeneren Modellen, die schon seit über einem Jahr nicht mehr aktualisiert wurden, wie beispielsweise Nikons D100: Im Juli 2004 ging das Gehäuse kaum für unter 1.600,- Euro über den Ladentisch, mittlerweile hat sich der Preis bei 1.100,- Euro eingependelt (-31 Prozent).
Deutlich preisstabiler sind Profimodelle wie beispielsweise die Canon EOS 1D Mark II: vor zwölf Monaten für ca. 4.100,- Euro, nun ab 3.200,- Euro erhältlich (-21 Prozent). Beim Zubehör wie vor allem den Blitzen und Objektiven sind kaum Preisveränderungen festzustellen.
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