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Kanzler überredet AMD zum Verbleib in Dresden

Verlust von 1.000 Arbeitsplätzen abgewendet. Die geplante Abwanderung großer Teile von AMDs Niederlassung in Dresden ist abgewendet. Das Unternehmen verpflichtete sich gegenüber Bundeskanzler Gerhard Schröder zum Verbleib in Sachsen und darf im Gegenzug einen Technologie-Transfer nach Singapur vornehmen.
/ Christian Klaß
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Dies berichtet(öffnet im neuen Fenster) der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe. Das Nachrichtenmagazin schreibt dabei wörtlich von einem "Kuhhandel". Ursprünglich wollte AMD dem Bericht zufolge große Teile seiner beiden Fabs in Dresden nach Singapur verlegen. Zur Diskussion gestanden habe dabei der Verlust von 1.000 Arbeitsplätzen.

Dies habe der Kanzler in mehreren Gesprächen mit den Geschäftsführern von AMD in Berlin verhindern können, schreibt der Spiegel weiter. Das Magazin berichtet dabei explizit von einer Verlagerung der 90-Nanometer-Fertigung und auch der neuen Fab, in der mit 65 Nanometern Strukturbreite gefertigt werden soll.

Wie AMD stets betont hat, bleibt die bisherige "Fab30" bei 90 Nanometern, die derzeit in Bau befindliche Fab36 soll mit 65 Nanometern arbeiten. Wie berichtet sollen Staat und Land dafür Fördermittel und Kreditgarantien von über einer halben Milliarde Euro bereitstellen. Die Fab36 wird derzeit mit den nötigen technischen Anlagen ausgerüstet und soll 2006 die Produktion aufnehmen.

Der Verbleib dieses Werks in Dresden ist nun anscheinend gesichert. Gegenüber der dpa stellte AMD-Sprecher Jens Drews fest, dass in Dresden nichts "abgebaut" werden solle. Im Falle der schon längst in vollem Betrieb stehenden Fab30 dürfte dies ohnehin kaum möglich sein.

Offenbar will sich AMD aber dennoch in Singapur stärker engagieren. Wie der eingangs zitierte Spiegel-Artikel weiter angibt, hat AMD von der Bundesregierung im Gegenzug für die Standortgarantie eine Exportgenehmigung für in Dresden entwickelte Technologien erhalten. Dies sei, so der Spiegel, im Vorfeld der Einigung vom BND heftig kritisiert worden. Der Bundesnachrichtendienst befürchte, dass so genannte "dual use"-Technologien, die sowohl für militärische als auch den zivilen Einsatz geeignet sind, von Singapur an China weitergereicht werden könnten. [von Nico Ernst]


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