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Sasser-Autor: Ein Jahr und neun Monate auf Bewährung

Gericht bleibt knapp unter der Forderung der Staatsanwaltschaft

Der Autor der Würmer "Sasser" und "Netsky" wurde zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wird. Damit blieb das Gericht leicht unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die eine zweijährige Jugendstrafe gefordert hatte, diese aber auch zur Bewährung ausgesetzt sehen wollte.

Artikel veröffentlicht am ,

Das Gericht sah davon ab, die Kosten des Verfahrens dem Angeklagten aufzuerlegen, seine eigenen notwendigen Auslagen trägt er jedoch selbst. Die Bewährungszeit wurde auf drei Jahre bemessen. Als Bewährungsauflage soll der Angeklagte 30 Stunden gemeinnützige Arbeit in einem Altenheim oder einem Krankenhaus verrichten.

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Da Staatsanwaltschaft und der Verteidiger auf Rechtsmittel verzichtet haben, ist das Urteil rechtskräftig.

Dem Angeklagten war vorgeworfen worden, in der Zeit zwischen dem 18. April 2004 und dem 7. Mai 2004 in Rotenburg (Niedersachsen) und andernorts den Computerwurm Netsky in mehreren Versionen programmiert und ihn entweder selbst oder mit Hilfe anderer per E-Mail verbreitet zu haben.

Der in diversen Varianten aufgetretene Wurm Netsky verbreitet sich per E-Mail und trägt den Wurm-Code in einer an die E-Mail angehängten Datei, die entweder in einem Zip-Archiv steckt oder doppelte Dateiendungen aufweist. Dabei macht sich Netsky die Neugierde der Empfänger für seine Verbreitung zu Nutze und verwendet nicht etwa eine Sicherheitslücke in Windows, einem E-Mail-Client oder Web-Browser.

Darüber hinaus soll der Angeklagte auch den Computerwurm Sasser in mehreren Versionen programmiert und ihn anfangs mit einem Mittäter und später selbst über das Internet verbreitet haben, indem er das Programm auf zufällig ausgewählte Rechnersysteme übertrug.

Anders als Netsky nutzt Sasser eine im April 2004 bekannt gewordene Sicherheitslücke im Windows-Dienst LSASS in Windows 2000, XP und Server 2003, über die er automatisch fremde Systeme anfällt, um sich von diesen aus dann weiter zu verbreiten. Dadurch hatte der Wurm sich mit extrem hoher Geschwindigkeit verbreitet und vielerorts Schaden angerichtet, da durch die schnelle Verbreitung Netzwerke zusammenbrachen.

Laut Anklage wurden mindestens 142 Computeranlagen oder Netzwerke durch die verschiedenen Versionen der Sasser-Würmer befallen und nachhaltig gestört. Der von den bisher genannten Geschädigten bezifferte Schaden soll sich auf rund 130.000 Euro belaufen - wohl nur ein Bruchteil des insgesamt angerichteten Schadens.

Der Angeklagte hatte bei der Polizei und vor Gericht ein Geständnis abgelegt. Die Staatsanwaltschaft plädierte für eine Bewährungszeit von drei Jahren, in deren Rahmen der Angeklagte 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten soll. Auch die Verteidigung befürwortet eine Verrichtung gemeinnütziger Arbeit als Bewährungsauflage.

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ecxod 11. Jul 2005

Richtig! Nur wird das sehr schwer sein zivilrechtlich da was zu machen. Immerhin wurde...

DAU_Ablehener 11. Jul 2005

Naja, Freispruch wäre eine Legitimation für alle PC-Kiddies ... Also, eine Bestrafung ist...

blurb 09. Jul 2005

Hehe, wie recht du hast. Mir wurde mit einigen alten Warez-Disketten schon so mancher...

PT2066.7 08. Jul 2005

Mit Deiner Sicht auf Autos bist Du aber auch eine extreme Ausnahme, die jeder...

bringer 08. Jul 2005

dito


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