Façade: KI-Spiel mit handfestem Ehestreit

Für Façade gründeten die beiden Procedural Arts. Das Studio will in Zukunft weitere Spiele entwickeln, Façade soll hierfür ein Prototyp sein, mit dem das Publikum an ein neues Genre, das "interaktive Drama", herangeführt werden soll.
In dem Spiel wird man in die Rolle eines langjährigen Freundes von Grace und Trip versetzt, einem "attraktiven und erfolgreichen Ehepaar" in den frühen Dreißigern. An einem Abend, bei einem Treffen in ihrer Wohnung, werden die Dinge jedoch ungemütlich und es kommt vor den Augen des Spielers zu einem handfesten Streit zwischen den Ehepartnern. Während der Spieler englischen Text eintippt, sind die Konversationen des KI-Pärchens mit gelungener englischer Sprachausgabe unterlegt. Englisch ist derzeit die einzige Sprache, die verstanden wird.
Das Interessante hierbei ist, inwieweit durch unterschiedliches Handeln Grace und Trip in eine andere Richtung gelenkt werden können. So wird es sicher nicht beim einmaligen Durchspielen bleiben. Die KI des Spieles kontrolliert nicht nur die gesprochenen Aussagen der beiden Charaktere, sondern auch deren Gesten und emotionale Gesichtsausdrücke, also das gesamte Verhalten.
Die Mindestanforderung des Spiels sind ein Windows-Rechner (XP, 2000 oder ME) mit einem 1,6 GHz schnellen Prozessor, 1 GByte Festplattenspeicher und mindestens 256 MByte RAM. Façade soll auf langsameren Rechnersystemen nicht starten. Leider misst das Spiel dabei die tatsächliche Taktfrequenz der CPU ohne Berücksichtigung der Effizienz, auf einem Athlon XP 1700+ lief das Spiel nicht, wohl aber auf einem Testsystem mit Athlon 64 3800+.
Das rund 800 MByte große Spiel kann bei Interactivestory.net frei über BitTorrent heruntergeladen(öffnet im neuen Fenster) werden. Alternativ stehen auf der Download-Seite(öffnet im neuen Fenster) auch ein Gamespot Mirror (Registrierung erforderlich) und eine Bestellmöglichkeit (14,- US-Dollar plus Versand) zur Verfügung. Das Spiel ist Freeware und die Entwickler betonen, dass eine Weitergabe ausdrücklich erwünscht ist. [von Andreas Sebayang]