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Crossfire auch ohne Master-Radeon - leider doch nicht (Upd.)

Chinesische Hardware-Website hackte Crossfire-BIOS

Auch ohne eine als Master-Grafikkarte dienende Radeon X800 oder X850 soll ATIs SLI-Konkurrent Crossfire den gekoppelten Betrieb zweier Radeon-Grafikkarten erlauben. Dies will zumindest HKEPC durch einen BIOS- und Treiber-Hack geschafft haben - selbst mit Radeon-Grafikkarten mit X700- und X300-Chips, die eigentlich nicht für den Crossfire-Betrieb gedacht sind. Nachtrag: Mittlerweile hat ATI seine erste Aussage revidiert - der Hack funktioniert doch nicht so wie erhofft.

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Laut der chinesischen Website müsse das BIOS der jeweiligen Radeon-Grafikkarte nur so verändert werden, dass sie sich als Crossfire Edition ausgeben. Dann könne sie als Crossfire-Masterkarte dienen, auch ohne den eigentlich auf dieser sitzenden Zusatz-Chip "Composition Engine". Letzterer wird offenbar nicht gebraucht, um die Bilder beider Karten zusammenzufügen. Von den Benchmark-Ergebnissen her gab es laut der Tests von HKEPC keine nennenswerten Unterschiede zwischen einem Gespann mit "echter" Crossfire-Grafikkarte und einer herkömmlichen X850 XT, die sich mit modifiziertem BIOS als Crossfire Edition ausgab. Die Geschwindigkeit im Vergleich zu einer einzelnen Radeon-X800-XT-Karte war jeweils bis zu doppelt so hoch.

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HKEPC hat es sich nicht nehmen lassen, auch gleich zwei Radeon X700 mit 400 MHz Chiptakt und 350-MHz-DDR2-Speicher im Crossfire-Gespann gegen zwei im SLI-Modus laufende GeForce 6600 antreten lassen und dabei durchgängig mehr Leistung erzielt - selbst unter Doom 3. Auch ein Gespann aus Radeon-X300SE-Karten mit lokalem und Hyper-Memory-Speicher ließ sich mit verändertem BIOS beschleunigen, wobei die Leistung im Verbund fast verdoppelt wurde. Getestet wurde dabei jeweils in einem Mainboard mit der Crossfire-Edition von ATIs Chipsatz Radeon Xpress 200. Crossfire kann aber ATI zufolge auch mit anderen Mainboard-Chipsätzen für zwei PCI-Express-Grafiksteckplätze zum Einsatz kommen, die Catalyst-Treiber würden anders als bei Nvidia keine Beschränkungen erzwingen.

ATI bestätigte mittlerweile, dass es möglich ist, auch ohne Crossfire-Masterkarte zwei Radeons im Verbund arbeiten zu lassen, unterstützt den Hack aber nicht und spricht von möglichen Leistungseinschränkungen. Die offizielle Aussage lautete gegenüber Golem.de: "Um die maximale Performance zu erzielen, ist die Composition Engine nötig", so eine ATI-Sprecherin. ATI zufolge werden mit dem Hack zudem nicht alle Crossfire-Funktionen zur Verfügung stehen. Ob ohne die Composition Engine Frames verloren gehen können, konnte ATI auf Nachfrage noch nicht sagen.

Während SLI-Mainboards mit Nforce4 SLI sowie SLI-fähige Grafikkarten mit Grafikchips der Serien GeForce 6600 und 6800 bereits seit Ende 2004 erhältlich sind, sollen Crossfire-fähige Radeon-X800/X850-Karten erst ab August 2005 erhältlich sein und dann als Master-Karte für bestehende X800/X850-Karten dienen. Mainboards mit der Crossfire-Ausgabe des Xpress-200-Chipsatzes sollen einen Monat früher auf den Markt kommen. Dank des Hacks dürften so einige Radeon-Besitzer deutlich früher mit Crossfire liebäugeln, sofern sie sich trauen, das Karten-BIOS zu modifizieren.

Nachtrag vom 7. Juli 2005, 16 Uhr:
Mittlerweile hat ATI angegeben, dass der Hack nur die Hälfte der von beiden Karten gerenderten Bilder darstellt - ohne den Chip der Crossfire-Edition-Grafikkarten geht es dann doch nicht. Näheres dazu findet sich in einer neuen Meldung.



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Kid Rob@work 08. Sep 2005

Wo gibts denn diese Mainboards? Ich such schon seid 2 Monaten nach entsprechenden...

megaimmi2005 07. Jul 2005

ich kann mir auch gut vorstellen, dass man den chip auch braucht, um die anderen frames...

ck (Golem.de) 07. Jul 2005

Korrekt, ATI gab erst an, es würde funktionieren, erklärte dann aber, dass die Bilder...


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