LG Electronics bringt PalmOS-Smartphones
Für PalmSource hat die Lizenzierung von PalmOS durch LG Electronics eine große Bedeutung, da der Betriebssystem-Hersteller erst vor einigen Monaten durch den Rückzug von Sony aus dem PDA-Markt eine empfindliche Schlappe hinnehmen musste. Auch wenn die PalmOS-Lizenz von Sony weiterhin Gültigkeit hat, tritt Sony öffentlich nicht mehr als Lizenznehmer in Erscheinung, denn die Japaner wollen keine Geräte mehr mit PalmOS entwickeln. PalmSource ist nach eigenen Aussagen zwar darum bemüht, dass Sony seine PalmOS-Lizenz weiter nutzt, aber bisher blieb dieses Unterfangen ohne Erfolg.
PalmSource orientiert sich seit einiger Zeit zunehmend in Richtung Mobiltelefon-Markt, was auch die Übernahme des Handy-Software-Herstellers China MobileSoft (CMS) Ende 2004 dokumentiert. Mit LG Electronics hat nun ein weltweit immer wichtiger werdender Handy-Hersteller eine PalmOS-Lizenz erworben, womit PalmSource die Aktivitäten im Handy-Markt weiter ausweiten kann. Als weiterer großer Handy-Hersteller verfügt auch Samsung über eine PalmOS-Lizenz und hat auch PalmOS-Smartphones im Sortiment, bietet diese allerdings nicht in Deutschland an.
"Wir glauben, dass es unsere Kunden zu schätzen wissen, wenn wir neue PalmOS-Smartphones entwickeln und anbieten werden", sagte Skott Ahn, Executive Vice President von LG Electronics. Große Vorteile erhofft sich LG Electronics von der Flexibilität und Offenheit von PalmOS. Aber auch die Leistungsfähigkeit von PalmOS war für die Koreaner ein Grund, eine PalmOS-Lizenz zu erwerben.
Angaben zu den Kosten für die PalmOS-Lizenz oder deren Laufzeit wurden nicht gemacht.
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