Musikindustrie geht gegen Links auf Allofmp3 vor

Rückenwind durch einstweilige Verfügung des LG München I

Im Kampf gegen die russische Musik-Download-Plattform Allofmp3 vermeldet die deutsche Musikindustrie einen kleinen Teilerfolg. Das Landgericht München I hat eine einstweilige Verfügung gegen den Betreiber des Angebots erlassen, auf deren Basis die Musikindustrie nun unter anderem gegen Website-Betreiber vorgehen will, die Allofmp3 verlinken.

Artikel veröffentlicht am ,

Die bisherigen Versuche der Musikindustrie, gegen Allofmp3 vorzugehen, waren bislang fruchtlos, darunter der Versuch, mit Hilfe der russischen Strafverfolgungsbehörden gegen den Anbieter vorzugehen.

Stellenmarkt
  1. Data Center Operations Manager (m/w/d)
    GRAMMER AG, Ursensollen bei Amberg
  2. Wissenschaftlich-technische Mitarbeiterin / Wissenschaftlich-technischer Mitarbeiter (m/w/d) ... (m/w/d)
    Bundesanstalt für Straßenwesen, Bergisch Gladbach
Detailsuche

Allofmp3 bietet Musik zum Download zu sehr günstigen Preisen an, verfügt aber nach Ansicht des Bundesverbandes der Phonographischen Wirtschaft nicht über die notwendigen Onlinelizenzen für Deutschland. Mit der einstweiligen Verfügung wird die Musikindustrie zwar auch weiterhin wenig gegen den Anbieter in Russland unternehmen können, es geht dem Verband aber in erster Linie wohl darum, die eigene rechtliche Position zu untermauern, denn Allofmp3 sieht sich als legaler Anbieter.

Die Frage, ob das Angebot von Allofmp3 hier zu Lande legal oder illegal ist, wurde bislang zudem unterschiedlich beantwortet. So kam der öffentlich-rechtliche Radiosender SWR3 in seinen Recherchen zu dem Ergebnis, das Angebot sei auch in Deutschland legal, während die Juristen Dr. Kerstin Bäcker und Dr. Matthias Lausen zu einer gegenteiligen Einschätzung kommen.

Die Musikindustrie sieht in der einstweiligen Verfügung eine Bestätigung der eigenen Position, denn das Gericht habe festgestellt, "dass das Angebot gegen deutsches Urheberrecht verstößt".

Mit Konsequenzen aus diesem Urteil droht der Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft nun auch denjenigen, "die für solche illegalen Online-Angebote Werbung treiben oder sie anderweitig unterstützen, indem sie beispielsweise 'Gebrauchsanleitungen', positive 'Testberichte' oder Links bereitstellen.". In einer Pressemitteilung stellt der Verband auch explizit auf den Beitrag des SWR3 ab.

"Mehrere Musikunternehmen gehen jetzt, vertreten durch die Münchener Kanzlei Waldorf Rechtsanwälte, gegen solche Unterstützer vor", kündigt der Verband an. Neben Abmahnungen und Aufforderungen, Links auf das illegale Angebot zu entfernen, habe man in den "eklatantesten Fällen auch die zuständigen Aufsichtsbehörden und Kontrollgremien eingeschaltet, um die Missstände zu beseitigen.".

Zuvor hatte der spanische Anbieter Weblisten.com seine Pforten geschlossen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Leichenfledderer 10. Aug 2009

REVOLUTION! Stand auf unseren Fahnen! REVOLUTION! Stand uns im Gesicht! WIR HABEN ERLEBT...

Quasimodo 16. Okt 2006

Sehe ich genauso!!! Wenn man sich mal die Preise anschaut, kann einem schlecht werden...

xabc 07. Sep 2005

Bleibt jedoch die rhetorische Frage wieso darf niemand auf AllOfMP3 einen Link setzten...

MartyK 09. Jul 2005

Wow, das ist doch mal ein sachlicher und konstruktiver Beitrag. Du würdest bestimmt...

Hau-den-Lukas 07. Jul 2005

Sorry, aber dieses Thema ist schon so oft durchgekaut worden. Demnach gibt es auch...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
William Shatner
Captain Kirk fliegt offenbar in die Erdumlaufbahn

Energie! Noch im Oktober 2021 fliegt William "Kirk" Shatner möglicherweise mit Jeff Bezos ins All.

William Shatner: Captain Kirk fliegt offenbar in die Erdumlaufbahn
Artikel
  1. Browser: Edge unterstützt Maus und Tastatur auf Xbox
    Browser
    Edge unterstützt Maus und Tastatur auf Xbox

    Microsoft hat Edge auf den aktuellen Xbox-Konsolen aktualisiert. Jetzt lässt sich der Browser fast wie am PC per Maus und Tastatur bedienen.

  2. 600 Millionen Euro: Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen
    600 Millionen Euro
    Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen

    Das SEM 80/90 mit 16 KBit/s wird exakt nachgebaut, zum Stückpreis von rund 20.000 Euro. Das Retrogerät geht für die Bundeswehr in Serie.

  3. MacOS Monterey Beta: Hinweise auf neues MacBook Pro 16 mit höherer Auflösung
    MacOS Monterey Beta
    Hinweise auf neues MacBook Pro 16 mit höherer Auflösung

    Die neueste Beta von MacOS Monterey beinhaltet Hinweise auf ein MacBook Pro 16 Zoll, welches ein Display mit 34.56 x 2.234 Pixel Auflösung haben soll.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung Odyssey G7 499€ • Alternate (u. a. Thermaltake Level 20 RS ARGB 99,90€) • Samsung 980 1 TB 83€ • Lenovo IdeaPad Duet Chromebook 229€ • Lenovo-Laptops zu Bestpreisen • 19% auf Sony-TVs bei MM • Samsung SSD 980 Pro 1TB 150,50€ • AeroCool Cylon 4 ARGB 25,89€ [Werbung]
    •  /